Stand: 25.07.2017 16:35 Uhr

Hamburg plant Hausbesuche bei Senioren

Hilfsangebot gegen die Einsamkeit: Mit dem neuen Programm "Hamburger Hausbesuch" will die Gesundheitsbehörde möglichst vielen Senioren ein selbstständiges Leben ermöglichen. Das Pilotprojekt, das am Dienstag im Rathaus vorgestellt wurde, sieht vor, dass Pflegekräfte oder Sozialpädagogogen im Auftrag der Stadt Menschen ab 80 Jahren zu Hause besuchen.

Es geht um Hilfsangebote

"Wir kümmern uns in Zukunft systematisch um ältere Menschen, um sie aus der Einsamkeit zu holen und um eventuellen Hilfebedarf zu erkennen und diesen zu erfüllen, bevor es zu spät ist", sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Die Stadt habe sehr viele Unterstützungsmöglichkeiten zu bieten. Die älteren Menschen sollten durch den Besuch dabei unterstützt werden, möglichst lange und selbstständig in der eigenen Wohnung leben zu können.

2018 Start in Eimsbüttel und Harburg

Nach Angaben der Senatorin sollen von 2018 an rund 2.000 Senioren in Eimsbüttel und rund 1.300 Senioren in Harburg für eine Testphase von drei Jahren diesen Service in Anspruch nehmen können. Neben einem Glückwunschschreiben erhalten diese an ihrem 80. Geburtstag Informationsmaterial und einen konkreten Terminvorschlag für einen Hausbesuch. Auch Menschen, die nicht so gut Deutsch können, sollen angesprochen werden. Daher wird dem Anschreiben ein Flyer in der jeweiligen Muttersprache beiliegen

In der Pilotphase wird mit Kosten von rund 400.000 Euro pro Jahr gerechnet. Das Geld komme aus dem Etat der Gesundheitsbehörde, sagte die Senatorin. Sollte das Projekt gut angenommen werden, könne der Service nach den drei Jahren auf ganz Hamburg ausgeweitet werden. Auch Menschen unter 80 Jahren oder ältere können das Angebot nutzen, sie müssten sich aber aktiv melden.

In Hamburg sind rund 90.000 Menschen über 80 Jahre alt. Die meisten von ihnen leben allein.

Weitere Informationen

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Die Hamburger Pflegeheime bekommen überwiegend gute Noten von den Angehörigen: Das ergab eine Umfrage der Gesundheitsbehörde. Allerdings fehlt es vielen an Bezugspersonen. (17.02.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.07.2017 | 17:00 Uhr

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