Stand: 13.06.2017 19:08 Uhr

Hamburg erleichert das Bauen mit Holz

Der Hamburger Senat hat am Dienstag Veränderungen der Hamburgischen Bauordnung beschlossen, die den Wohnungsbau erleichtern sollen. Die neue Hamburgische Bauordnung soll unter anderem das Bauen mit Holz auch bei großen Projekten ermöglichen.

Holz darf auch bei höheren Bauten genutzt werden

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Stadtentwicklungssenatorin Stapelfeldt stellte die geänderte Bauordnung vor.

Genau genommen ist der Hamburger Brand von 1842 schuld, dass das Bauen mit Holz in Verruf kam. Aber der technische Fortschritt macht es möglich: heute gilt Holz als ein sicherer Baustoff, zudem ist es nachwachsend und verfügt über gute Dämmeigenschaften. Deshalb sei es an der Zeit gewesen, die Bauordnung zu ändern, sagte Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeld (SPD): "So darf Holz künftig auch für Bauvorhaben mit einer Höhe von bis zu 22 Metern - das entspricht etwa sechs bis sieben Stockwerken - genutzt werden." Bislang waren tragende Teile aus Holz nur bis zu einer Höhe von drei Stockwerken zulässig.

Weitere Erleichterung für Bauherren

Bauen mit vorgefertigten Holzelementen geht schneller, ist billiger und macht weniger Lärm. Deshalb eignet es sich besonders in Baulücken und beim Ausbau von Dachgeschossen. Hier verspricht die Senatorin eine weitere Erleichterung: "Bei Schaffung von zusätzlichem Wohnraum können Bauherren zukünftig auf den Einbau von Aufzügen verzichten." Das spare Kosten von bis zu 100.000 Euro pro Haus. Stapelfeld meinte, mit den Änderungen habe man die "Bauordnung fit gemacht für die Herausforderungen der kommenden Jahre." Bauen mit Holz soll Normalität werden in der Großstadt Hamburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.06.2017 | 15:00 Uhr

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