Stand: 02.10.2017 17:32 Uhr

G20: Schäden deutlich geringer als befürchtet?

Die in Hamburg während der G20-Krawalle entstandenen Sachschäden sind offenbar geringer als zunächst angenommen. Wie der Senat am Montag mitteilte, werde von dem vom Bund und der Stadt aufgelegten 40-Millionen-Euro-Hilfsfonds voraussichtlich nur ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag in Anspruch genommen.

324 Anträge, darunter viele von Autobesitzern

Anfang Juli hatten Randalierer im Hamburger Schanzenviertel bei stundenlangen Ausschreitungen zahlreiche Autos, Geschäfte und Straßen beschädigt. Auch in weiteren Stadtteilen wurden viele Schäden angerichtet. Bis zum 28. September seien 324 Anträge bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank eingegangen, von denen 200 mit einem Gesamtvolumen von rund 406.000 Euro bewilligt worden seien, hieß es. Fast die Hälfte davon ging an Bürgerinnen und Bürger, deren Autos zerstört wurden.

G20: Scherben, Ruß und geplünderte Läden

Größte Schadensfälle sind noch nicht berücksichtigt

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Der G20-Gipfel hat in Hamburg Spuren hinterlassen. Eine Rekonstruktion der gewalttätigen Ausschreitungen. Video (18:31 min)

Die Plünderungen eines Geschäfts für hochwertige Elektronik an der Schanzenstraße, eines Supermarkts und einer Budnikowsky-Filiale in der Straße Schulterblatt sowie die Zerstörung einer Bank sind in diese Auflistung allerdings noch nicht eingeflossen.

Vor gut zwei Wochen hatten mehr als 60 durch den G20-Gipfel geschädigte Gewerbetreibende aus dem Schanzen- und Karoviertel sowie aus St. Pauli ausbleibende Hilfe von Bund und Stadt beklagt.

Weitere Informationen

Härtefallfonds: 40 Millionen für G20-Geschädigte

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.10.2017 | 18:00 Uhr

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