Stand: 07.09.2015 15:41 Uhr

Kerstan: Energie-Vereinbarung mit Kopenhagen

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Hamburgs Umweltsenator Kerstan bringt aus Kopenhagen neue Ideen mit. (Archivbild)

Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan hat in Kopenhagen eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Energieentwicklung geschlossen. Im Nachbarland Dänemark informierte sich der Grünen-Politiker in den vergangenen Tagen über die Energiepolitik und brachte mehrere Ideen mit.

Beeindruckt vom "großen Konsens"

Vor allem beeindruckte den Grünen-Politiker, dass die Energiepolitik in Dänemark viel konfliktfreier abläuft als in Hamburg. "Ich fand wirklich sehr spannend, wie es hier gelungen ist, die Bevölkerung so mitzunehmen, dass es selbst bei großen Kraftwerksprojekten inmitten von Städten einen großen Konsens gibt", sagte Kerstan NDR 90,3. Dänemark ist bereits viel früher als Deutschland in eine umweltfreundliche Energieversorung eingestiegen. Die Wärme für die dänischen Wohnzimmer stammt überwiegend aus erneuerbaren Energieen und aus kleineren Kraftwerken direkt in den Stadtteilen.

Das dänische Modell könnte ein Vorbild für Hamburg sein - beispielsweise bei der Wärmeversorgung: "Das sind technische Dinge, die wir uns nochmal sehr genau angucken müssen, wenn wir uns in den nächsten 10 bis 15 Jahren überlegen, was wir mit unserer Fernwärmegesellschaft machen wollen", sagte Kerstan.

Heizen mit Solarenergie

Die dänische Hauptstadt trägt, ebenso wie Hamburg, den Titel "Umwelthauptstadt Europas" und setzt in der Umweltpolitik Maßstäbe. Beim Einsatz von erneuerbaren Energien gilt Dänemark als Vorreiter - vor allem in der Wärmeversorgung.

In Hamburg stehen zurzeit wichtige Entscheidungen bei der Weiterentwicklung der Fernwärmeversorgung an. Deswegen wollte sich Kerstan in Kopenhagen Beispiele für diese Technik zeigen lassen. Außerdem besichtigte der Umweltsenator in Roskilde eine Müllverwertungsfirma, in der aus Abfall Energie gewonnen und die gemeinsam von neun Kommunen betrieben wird. Dieses Unternehmen gilt als ein Beispiel für ein besonders innovatives Betreiber- und Beteiligungsmodell.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.09.2015 | 18:00 Uhr