Stand: 09.11.2015 10:42 Uhr

FDP: "Hamburg tut nicht genug für Unternehmen"

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Michael Kruse, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP, fordert wirksame Strategien, um Unternehmen nach Hamburg zu holen und zu halten.

Die FDP hat Zweifel an der Arbeit der Hamburger Wirtschaftsförderung. Laut Antwort des Senats auf eine Kleine FDP-Anfrage lassen immer weniger Unternehmen in der Stadt nieder. Laut Senat waren es im vergangenen Jahr 61 Firmen - ein Drittel weniger als vor fünf Jahren. Besonders ausländische Unternehmen siedeln sich offenbar seltener in Hamburg an.

Weniger neu geschaffene Arbeitsplätze

Auch die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze nehme ab. Im gesamten Jahr 2014 waren es rund 350, im Vorjahr noch doppelt so viele. Die einzelnen Bezirke profitieren sehr unterschiedlich von der Wirtschaftsförderung, wie aus der Antwort des Senats hervorgeht. In Mitte sind demnach die meisten Arbeitsplätze durch Neuansiedlungen entstanden, in Bergedorf kein einziger, in Wandsbek nur drei.

FDP: Schwache Wirtschaftsförderung ist ein Armutszeugnis

Pro Jahr gibt die Hamburgische Wirtschaftsörderung mehr als fünf Millionen Euro für die Ansiedlung neuer Unternehmen und den Erhalt von bestehenden Arbeitsplätzen aus. Die FDP kritisiert die Bilanz der Stadt: Eine derart schwache Wirtschaftsförderung sei für die zweitgrößte Stadt Deutschlands ein Armutszeugnis, sagt Michael Kruse, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion. Der Wirtschaftssenator müsse endlich wirksame Strategien entwickeln, um Hamburg als Unternehmensstandort weltweit bekannt und attraktiv zu machen.

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