Stand: 09.02.2016 10:58 Uhr

Drama in Eißendorf: Baby ist gestorben

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Das Drama ereignete sich am Lohmühlenteich. Dort brach der Vater mit seinem Säugling ins dünne Eis ein.

Traurige Gewissheit nach dem Drama am Lohmühlenteich in Hamburg-Eißendorf: Das Baby, das mit seinem Vater durch das dünne Eis des Teichs gebrochen war, hat nicht überlebt. Einen entsprechenden Bericht des "Hamburger Abendblatts" bestätigte die Polizei am Dienstag.

Wahrscheinlich mehrere Minuten unter Wasser

Zwei Wochen lang hatten Ärzte des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf um das Leben des kleinen Mädchens gekämpft. Das drei Monate alte Baby war wahrscheinlich mehrere Minuten unter Wasser, als der 24 Jahre alter Vater am späten Abend auf dem Teich eingebrochen war. Anwohner alarmierten die Rettungskräfte, als sie die Schreie des Mannes hörten.

Die Feuerwehrmänner gingen zunächst davon aus, nur eine eingebrochene Person zu retten. Als sie den Mann aus dem Wasser zogen, entdeckten die Rettungskräfte das kleine Mädchen in einem Tragetuch um seiner Brust. Sofort reanimierten sie den Säugling und brachten ihn auf die Intensivstation.

Messer gefunden, Brille noch nicht

Der stark sehbehinderte 24-Jährige hatte angegeben, beim Spazierengehen von zwei Männern mit einem Messer angegriffen worden und auf das dünne Eis geflohen zu sein. Zuletzt hatte die Oberstaatsanwaltschaft mitgeteilt, dass es sich bei einem im Park am Teich gefundenen Messer um die Tatwaffe handelt. Weiterhin fehlt aber noch jede Spur von den Angreifern. Auch die Brille, die der 24-Jährige bei der Flucht verloren haben will, wurde noch nicht gefunden.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.02.2016 | 11:00 Uhr