Stand: 10.02.2016 06:56 Uhr

Diskussion über Expressbauten für Flüchtlinge

Sie gelten bisher als erbitterte Gegner in der Frage des Hamburger Express-Wohnungsbaus für Flüchtlinge. Aber zwischen Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) und dem Dachverband der Bürgerinitiativen gibt es bereits erste Gespräche. In der Sendung Treffpunkt Hamburg bei NDR 90,3 sagte die Senatorin am Dienstagabend, man habe sich schon vertraulich getroffen: "Ja, wir sind im Gespräch und haben uns verabredet, dass wir uns weiter treffen."

Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt. © dpa Fotograf: Daniel Bockwoldt

Streit um Großsiedlungen für Flüchtlinge

NDR 90,3 - Treffpunkt NDR 90,3 -

Bei NDR 90,3 diskutieren Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Stapelfeldt, Initiativen-Sprecher Schomacker und Immobilienverbandsvertreter Struck über Großsiedlungen für Flüchtlinge.

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Initiativen befürchten Gettos

Der Senat will in jedem der sieben Hamburger Bezirke bis zu 800 Expresswohnungen hochziehen. Die Initiativen lehnen größere Flüchtlingssiedlungen ab. Ihr Sprecher Klaus Schomacker sagte: "Dann muss man natürlich befürchten, dass sich Parallelgesellschaften und Gettos bilden und wir einfach die Integration nicht leisten können." Am Montag gehen die Initiativen zum Landeswahlleiter, um möglicherweise eine Volksabstimmung gegen die Bauten vorzubereiten - trotz der neuen Gespräche mit dem Senat.

Auch Sönke Struck, Vorstand des Immobilienverbandes BFW Nord, ist gegen den Senatsplan, in jede Expresswohnung gleich fünf Flüchtlinge einzuquartieren: "Das haben wir schon kritisiert, dass die Belegungsdichte sicherlich zu überdenken ist. Das wird die Integration erschweren." Er schlägt Wohnungsbau in ganz neuen Gebieten vor - etwa im Grünen, wo man keine Nachbarn stört.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.02.2016 | 06:00 Uhr

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