Stand: 20.10.2017 09:59 Uhr

Bündnis will Geflüchtete nach Hamburg holen

35 Organisationen, darunter Gewerkschaften, Vereine und mehr als 4.500 Menschen, haben die Online-Petition "Hamburg hat Platz" unterzeichnet. Sie soll am 8. November, wenn die Bürgerschaft das nächste Mal tagt, Vertretern des Senats übergeben werden. Die Unterzeichner der Petition gehen davon aus, dass Hamburg Platz für 1.000 Geflüchtete hat und sie fordern, Menschen, die in Griechenland festsitzen, nach Hamburg zu holen.

Tausende sitzen in Griechenland fest

Hamburg habe beste wirtschaftliche Voraussetzungen, um mehr Flüchtlinge aus Griechenland aufzunehmen, davon sind die Initiatoren des Aktionsbündnisses "Hamburg hat Platz" überzeugt. Noch immer säßen Tausende Menschen aus Syrien, Afghanistan und Irak auf griechischen Inseln fest, viele von ihnen unter menschenunwürdigen Bedingungen. Mit der Aufnahme von 1.000 weiteren Geflüchteten könnte Hamburg Vorbild sein für andere deutsche und europäische Städte, hoffen die Initiatoren um Harald Möller-Santner vom Ottensener Gesprächskreis zu Flucht und Migration.

Weitere Petition gegen Abschiebung

Eine weitere Online-Petition, die ebenfalls bei der nächsten Bürgerschaftssitzung übergeben werden soll, fordert, dass Hamburg keine Menschen mehr nach Afghanistan abschieben solle. Mehr als 5.000 Menschen und 21 Organisationen haben diese Petition unterschrieben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.10.2017 | 12:00 Uhr

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