Stand: 20.09.2017 17:45 Uhr

Berufsschulen in Hamburg fusionieren

Die Schulbehörde hat die Berufsschulen in Hamburg neu organisiert. 44 Berufsschulen wurden zu 32 Standorten zusammengeführt und in den vergangenen drei Jahren für insgesamt 400 Millionen Euro ausgebaut. So solle die Ausbildung in Hamburg noch besser werden, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Mittwoch bei der Präsentation des Jahresberichts des Hamburger Instituts Berufliche Bildung (HIBB).

Verwandte Berufe zusammengezogen

Rabe erklärte weiter, durch die Fusion der Berufsschulen werden verwandte Ausbildungsberufe unter einem Dach vereint. Dadurch solle die fachliche Expertise der Schulen erhöht werden. "Digitale Techniken und immer speziellere Berufe fordern wirklich tüchtige Lehrer", so Rabe. "Da ist es klug, dass man bestimmte Berufe an bestimmten Schulen bündelt, damit die Lehrer sich dort gegenseitig unterstützen und immer auf dem neusten Stand sind."

Nach Angaben von HIBB-Geschäftsführerin Sandra Garbade sind in diesem Schuljahr 76 Prozent der Schüler in der dualen Berufsausbildung, zehn Prozent befänden sich in der Berufsvorbereitung. Weitere sechs Prozent strebten über die Berufsschulen einen höheren Bildungsabschluss an, acht Prozent nutzten die Schulen zur Weiterbildung.

Mehr Schüler, weniger Lehrer

Insgesamt starten in diesem Jahr rund 51.500 Schüler an berufsbildenden Schulen in der Stadt. "Das sind rund 500 mehr als im Jahr zuvor", sagte Garbade. Sie begründete den Anstieg mit höheren Ausbildungszahlen im sozialpädagogischen Bereich und einer Erweiterung der Plätze in der Berufsqualifizierung auf 500. Außerdem kämen vermehrt Geflüchtete in den Berufsschulen an.

Während die Zahl der Schüler gestiegen ist, ist die Zahl der Vollzeitstellen für Lehrer im Vergleich zum Vorjahr um 111 auf 2.561 gesunken. Schulsenator Rabe begründete das mit einem veränderten Bedarf. "Wenn wir deutlich mehr Schüler haben in dem Bereich, die gar nicht so viel zur Schule gehen, weil sie auch im Betrieb lernen, brauchen wir kaum mehr Lehrer", so Rabe. Er betonte mit Blick auf die geringere Lehrerzahl: "Das ist keine Kürzung, denn die tatsächlichen sogenannten Bedarfsgrundlagen sind unverändert geblieben."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.09.2017 | 17:00 Uhr

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