Stand: 23.01.2015 10:41 Uhr

Bauarbeiten am Geomatikum: Anwohner verärgert

Bild vergrößern
Das alte Geomatikum soll saniert werden. Außerdem entstehen auf dem Gelände Neubauten der Uni.

Mit einiger Verspätung beginnen im Februar die Abriss- und Erdarbeiten am Geomatikum der Universität Hamburg. Bei einer Anhörung in Eimsbüttel kritisierten Anwohner am Donnerstagabend schwere Erschütterungen ihrer Häuser und neue Baumfällungen, wie NDR 90,3 am Freitag berichtete.

Klagen über Lärm

Bisher wurden rund um das alte Geomatikum-Hochhaus nur Leitungen verlegt, doch schon bei diesen Bauarbeiten wackelten die Wände der anliegenden Wohnhäuser stark. Das gestand die Bauleitung ein und versprach für die Zukunft schonendere Ramm-Verfahren. Eimsbüttler Anwohnern wie Jörg Vormann reicht es aber schon jetzt: "Mich hat sehr betroffen die Nachtarbeit, der tagelange Lärm der Presslufthämmer." So etwas würde zukünftig zu Streit führen - auch vor Gericht.

Geplante Baumfällung sorgt für Empörung

Auf Empörung stieß die Ankündigung, am Bauzaun in der Straße Beim Schlump müssten sieben Bäume gefällt werden. Zudem wird der südliche Fußweg komplett gesperrt, weil die Uni-Neubauten dicht an die Straße rücken. Dicht steht auch das marode Geomatikum-Hochhaus, dessen Fassade gefährlich bröckelt. Sabine de Buhr vom städtischen Bauträger GMH: "Die Fassade, die mussten wir erstmal sichern, weil wir bauen so dicht ans Geomatikum ran. Die haben wir so gesichert, dass während der Bauzeit nichts runterfallen kann."

Ab Februar werden Vorbauten des Geomatikums abgerissen, um Platz für die Neubauten zu schaffen. Das Hochhaus wird erst Jahre später saniert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.01.2015 | 10:00 Uhr