Stand: 07.12.2017 14:19 Uhr

Angriff auf "Pony-Karussell": Bewährungsstrafe

Im Prozess um einen Angriff auf ein "Pony-Karussell" auf dem Hamburger Dom ist der Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung sowie Schmerzensgeld in Höhe von 2.000 Euro verurteilt worden. "Es war sicherlich nicht Ihr Ziel, dass Kinder verletzt werden", sagte die Richterin am Donnerstag in ihrer Urteilsbegründung am Landgericht. Jedoch habe der 23-Jährige diese Verletzungen "zumindest billigend in Kauf genommen".

Tiere mit Flatterband erschreckt

Der Angeklagte war am 1. April 2016 zusammen mit mindestens zwei Komplizen auf den Reitsalon zugestürmt und hatte versucht, diesen mit Flatterband abzusperren. Die sechs Tiere, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Manege befanden, erschreckten sich und gingen durch.

Sechsjährige blieb im Steigbügel hängen

Zwei der Kinder, die auf den Ponys ritten, wurden verletzt. Eine Zehnjährige stürzte und verletzte sich an Rücken und Arm. Ein zweites Mädchen verfing sich im Steigbügel, als ihr Pony durchging. Das Kind wurde durch die Manege mitgeschleift, schlug mit dem Kopf gegen die metallene Absperrung. Die Sechsjährige kam glücklicherweise mit einer Schädelprellung davon.

"Die Kinder hätten noch viel schwerer verletzt werden können", hielt die Richterin dem Angeklagten vor. "Sie haben die Kinder auf dem Rücken der Tiere geopfert." Das könne kein Tierschutz rechtfertigen. Der 23-Jährige entschuldigte sich am Donnerstag. Er behauptete, er habe die Folgen einfach nicht bedacht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.12.2017 | 14:00 Uhr

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