Stand: 14.09.2017 13:29 Uhr

Anderthalb Jahre Haft für Angriffe auf Polizisten

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Der 53-Jährige hatte bei Mai-Demonstrationen in den Jahren 2014 und 2015 Polizisten angegriffen.

Im Schatten der ersten Prozesse nach den G20-Krawallen ist ein weiteres Urteil wegen Gewalt gegen Polizeibeamte gesprochen worden: Das Amtsgericht Hamburg schickte am Donnerstag einen 53-Jährigen für ein Jahr und sieben Monate ins Gefängnis. Er hatte mit Flaschen und Steinen bei 1.-Mai-Demonstrationen auf Polizisten geworfen und mit Stöcken auf sie eingeschlagen.

Videobilder zeigten Gewaltexzesse

Videobilder der Demonstrationen vom 1. Mai 2014 und 2015 in St. Pauli zeigten extreme Gewaltexzesse, sagte die Richterin in ihrer Urteilsbegründung. Der Angeklagte habe mit einer nicht nachvollziehbaren Aggressivität auf die Beamten eingeschlagen. Die Schläge auf die Köpfe von zwei Polizisten waren so wuchtig, dass ihre Helme aufrissen. Zwei andere Beamte waren von Steinen getroffen worden. Die Ermittler hatten den Verdächtigen erst nur als "Täter 6" bezeichnen können. Erst im April 2016 gelang es ihnen, seine Personalien festzustellen.

Die Richterin sprach den Angeklagten des schweren Landfriedensbruchs, der gefährlichen Körperverletzung und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte schuldig. Die Staatsanwältin hatte eine Haftstrafe von zwei Jahren gefordert, die Verteidigerin sich für eine Bewährungsstrafe ohne konkretes Strafmaß ausgesprochen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.09.2017 | 15:00 Uhr

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