Stand: 16.08.2017 21:06 Uhr

Altona auf Rettungsmission für den Kiebitz

Der Hamburger Bezirk Altona will seltene Kiebitze auswildern. 20 Küken, die aus einem Othmarschener Neubaugebiet stammen, wurden in diesem Jahr gerettet. Am 16. August werden neun Vögel beringt und in der Wedeler Marsch ausgewildert. Altona ist seit 2007 Patenbezirk für den Kiebitz.

Aufgepäppelt, kontrolliert und gerettet

Vögel wollten Neubauten nicht weichen

Die neun Kiebitze hatten das Neubaugebiet Othmarschen-Park am UCI Kino nicht verlassen wollen. Ihre Wiesen waren mit Tausenden Wohnungen bebaut worden. Doch die Vögel brüteten dort weiter - nun auf Hausdächern - und ihre Küken verhungern.

Bezirk ließ Küken aufpäppeln

Deswegen ließ der Bezirk Altona in diesem Jahr vier Küken und 24 Eier einsammeln. Der Nachwuchs wurde aufgepäppelt, 20 Tiere überlebten. Die ersten elf Vögel konnten bereits im Juli bei der Carl-Zeiss-Vogelstation des Natuschutzbundes (NABU) in Wedel ausgewildert werden. Nun sollen sich die anderen neun ihren Artgenossen anschließen.

Kiebitz stark gefährdet

Auch andere Hamburger Bezirke haben Patentiere: In Mitte ist es der Spatz, in Eimsbüttel wegen Hagenbeck der Elefant und in Altona ist es eben der Kiebitz. Dem aber geht es in der Stadt nicht gut, er gilt als stark gefährdet.

Marco Sommerfeld vom NABU Hamburg erklärte, der Bestand habe sich in den letzten 15 Jahren halbiert: "Im Jahr 2000 gab es noch 650 Brutpaare, heute nur noch 310." In Osdorfs Feldmark sank der Bestand von Zehn auf Null. Sommerfeld wünscht sich mehr Hilfe vom Bezirk, nämlich Ausgleichsflächen für den Kiebitz.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.08.2017 | 11:00 Uhr

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