Stand: 12.02.2016 13:10 Uhr

A320neo: Airbus will Probleme schnell beheben

Der neue Airbus A320neo soll in diesem Jahr planmäßig an die Fluggesellschaften ausgeliefert werden. Kleinere Verzögerungen durch Probleme mit den Triebwerken würden wieder aufgeholt, sagte Airbus-Chef Fabrice Brégier bei der offiziellen Übergabe des ersten A320neo an die Lufthansa am Freitag in Hamburg.

Flugzeuge des Typs A320neo

Offizielle Präsentation des A320neo

Hamburg Journal -

In Hamburg ist die offizielle Übergabe des ersten A320neo an die Lufthansa gefeiert worden. 700 Ehrengäste kamen nach Finkenwerder.

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Probleme mit den Triebwerken

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Die Probleme mit den Triebwerken beim A320neo sollen bald behoben sein.

Der Chef des Triebwerkbauers Pratt & Whitney, Robert Leduc, erklärte, die Schwierigkeiten mit den Antrieben sollten bis April behoben sein. Es gibt Probleme bei der Kühlung der neuen Triebwerke. Airbus und die Triebwerkshersteller werben mit deutlichen Einsparungen beim Kerosinverbrauch in der neo-Klasse, die mindestens 15 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen soll als das Vorgängermodell.

Offizielle Zeremonie nachgeholt

Die Maschine für die Lufthansa war bereits am 20. Januar übergeben worden und ist seitdem in Deutschland im Einsatz. Am Freitag wurde die offizielle Zeremonie mit rund 700 Gästen nachgeholt. Die Triebwerke sowie die nach oben gebogenen Flügelenden sind die wesentlichen Neuerungen im Vergleich zum Vorgängermodell.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte, der Einsatz des neuen Flugzeugs sei unter den üblichen Einschränkungen bei neuen Maschinen erfolgreich verlaufen. Die Flugzeuge brauchten in der Einführungsphase etwas längere Abfertigungszeiten. Vier Flüge seien abgesagt worden.

Fast 4.500 Bestelllungen für neo-Klasse

Seit der Vorstellung der neo-Klasse vor gut fünf Jahren hat Airbus Bestellungen für fast 4.500 Maschinen in den unterschiedlich langen Versionen A319neo, A320neo und A321neo eingesammelt. Der Lufthansa-Konzern hat 116 Exemplare der A320neo-Familie geordert, davon 45 in der längeren Version A321neo. Die Maschinen gingen jeweils zu einem Drittel an Lufthansa, Eurowings und Swiss, sagte Spohr.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 12.02.2016 | 19:30 Uhr