Schleswig-Holstein 18:00

Schwule, Lesben und Fußball - total normal!

Freitag, 12. Juni 2015, 18:00 bis 18:15 Uhr

Alexander von Beyme hat sich lange überhaupt nicht für Fußball interessiert. Doch nach seinem Outing war der Sport in einer schwulen Mannschaft eine gute Sache, erzählt er. Mittlerweile schwärmt er von der Ästhetik eines gelungenen Steilpasses. Von Beyme ist der Organisator der schwul-lesbischen Fußball EM in Norderstedt. Er sagt, vieles hat sich in der Sportwelt für Schwule schon gebessert, aber blöde Sprüche, die der Schiedsrichter nicht ahndet, gibt es immer noch viel zu oft.

Thomas Hitzlsperger war einer der Ersten

Gerade im Profifußball ist Homosexualität oft noch immer ein Tabuthema. Kaum einer traut sich, sich in der Umkleidekabine zu outen. Bundesliga- und Nationalspieler Thomas Hitzlsperger outete sich nach seiner Profikarriere. Im Januar 2014 sagte er in einem Zeitungsinterview: "Ich möchte gern eine öffentliche Diskussion voranbringen - die Diskussion über Homosexualität unter Profisportlern." Auch die Turnier-Organisatoren halten das nach wie vor für notwendig. Alexander von Beyme sagt: "Wir machen es vor, wie normal es ist, schwul oder lesbisch zu sein und guten Fußball zu spielen."

Europameisterschaft des schwul-lesbischen Fußballverbandes IGLFA

Sie kommen aus Deutschland, England, Frankreich, Russland, Serbien, den Niederlanden, Tschechien, Schweden und Irland - mehr als 400 Fußballerinnen und Fußballer, lesbisch und schwul, aber auch Heterosexuelle sind in einigen Mannschaften dabei. Am 12. und 13. Juni spielen sie auf den HSV-Fußballplätzen des Nachwuchsleistungszentrums in Norderstedt. Gastgeber ist der Sportverein Startschuss SLSV. Dem Sieger überreicht Thomas Hitzlsperger den Pokal.

Zuschauer sind laut Veranstalter herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Den Zeitplan finden Sie hier.

Moderation

Philipp Jeß

Film und Fernsehen sind die Leidenschaften des quirligen Jung' aus Kiel. Seit 2013 moderiert er "Schleswig-Holstein 18:00". mehr

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Redaktionsleiter/in
Norbert Lorentzen