Rund um den Michel

Hamburg - Stadt der Frauen

Sonntag, 23. April 2017, 18:00 bis 18:45 Uhr
Montag, 24. April 2017, 02:20 bis 03:05 Uhr

Monika (links) und Martina Plura.

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Hamburg ist eine Stadt der Frauen: Mit einer Million Einwohnerinnen ist das weibliche Geschlecht klar in der Mehrzahl! Und viele Frauen sind so einzigartig und spannend, dass Rund um den Michel ihnen eine ganze Sendung widmet. Ein Muss auch für Männer, denn was Sie schon immer über (Hamburger) Frauen wissen wollten, der Michel erzählt es.

Plura-Zwillinge

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Monika (links) und Martina Plura sind nicht nur Zwillingsschwestern, sie produzieren auch gemeinsam Filme.

Sie sind Zwillinge, Absolventinnen der Hamburg Media School und machen seit genau 20 Jahren Filme zusammen: die Zwillingsschwestern Monika und Martina Plura. Ihr erster großer Spielfilm war die Kultproduktion "Die Vorstadtrocker". Nun arbeiten sie gerade an ihrem zweiten Spielfilm und wir haben die beiden am Set und in ihrem Kiez, St. Pauli, besucht.

Musical-Stipendiatin und Krankenschwester

Sie ist Krankenschwester und arbeitet im universitären Herzzentrum des UKE. Die Nachtschichten sind hart, aber die 21-jährige Franziska Müller liebt den Kontakt zu ihren Patienten. Trotz ihres fordernden Berufes verfolgt sie parallel noch ein großes Ziel: sie will Musical-Star werden und die großen Showbühnen mit Gesang, Tanz und Schauspiel erobern. Dafür trainiert sie intensiv, absolviert eine Musical-Ausbildung an der Stage School - Deutschlands größte private Bühnenfachschule für Performing Arts in Hamburg-Altona. Für Franziska ist es ein anstrengender Spagat zwischen ihrem Job im Krankenhaus und der Musicalschule. Aber mit viel Energie und Leidenschaft versucht sie, ihren Traum zu verwirklichen.

Rollschuh-Rugby Harbour Girls

Noch immer sind die meisten Sportarten von Männern dominiert, vor allem wenn es um Kraft und Härte geht. Rollschuhfahren verbinden viele dagegen mit Grazie und Anmut. Aber seit einigen Jahren feiert eine Art Rollschuh-Rugby aus den USA der 30er Jahre in Hamburg ein Revival. Die Harbor Girls sind alles andere als kleine Mädchen. Blaue Flecken gehören bei ihnen zum Alltag. Hart, sexy und cool - das geht beim Rollerderby nämlich alles gleichzeitig.

Mentorinnen-Paar

Immer mehr Frauen arbeiten auch in Hamburg in Führungspositionen und eine Frau steht an der Spitze der Bundesrepublik. Aber noch immer gilt weltweit: Gleichberechtigung ist nicht selbstverständlich. Schon 1931 schlossen sich deshalb einige Hamburgerinnen dem amerikanischen Frauen-Netzwerk Zonta an und gründeten den ersten Zonta-Club in Deutschland. Seit fast 90 Jahren setzen sich die Mitglieder für die Rechte von Frauen auf der ganzen Welt, aber auch in ihrer direkten Umgebung ein. So wie Julie Schellack. Sie hat drei Kinder und eine leitende Position in einem Versicherungsunternehmen. Aber gerade deshalb weiß sie, wie steinig der Weg dorthin sein kann und engagiert sich im Zonta Club Hanse. Zoe Andreae ist noch am Anfang ihrer Karriere und Gründungsmitglied des ersten Deutschen Zonta Club für Studentinnen. Insgesamt engagieren sich 30.000 Frauen in 63 Ländern in dem Netzwerk. Sie unterstützen sich nicht nur gegenseitig, sondern auch soziale Projekte weltweit.

Zwei Frauen und ihr Strandhaus

Die Location ist die halbe Miete: Direkt an der Elbe, zwischen Övelgönne und Teufelsbrück, liegt der Strandkiosk "Elbkate". Als der Besitzer nach über 25 Jahren ankündigte in Rente zu gehen, witterte Sylvia Duve die Chance aus dem nicht viel beachteten Kiosk ein Strandhaus zu machen. Zusammen mit ihre Tochter Alisa Duve und mit finanzieller Unterstützung ihres Mannes Jens Duve, Ex-Kapitän des FC St. Pauli. Seit Wochen sind die Frauen nun dabei, das Vor und Zurück auf der Baustelle zu koordinieren und sich ihren Traum von ihrem neuen Hamburger Lieblingsplatz zu verwirklichen. Nur, dass sie der selbst gesetzte Zeitplan dabei immer wieder an ihre Grenzen bringt.

Nur für Männer - Barbershop

In einer Stadt der Frauen ist er einer der letzten Bastionen der Männlichkeit: Der Bart. Und so ist es seit längerem Trend, dass echte Kerle wieder Bart tragen. Je voller, je länger, desto besser. Gleichzeitig ist der Bart Eintrittskarte in eine exklusive Männerwelt: Den Barbershop. Hier kann Mann sich von Männern stylen und verwöhnen lassen. Unter Männern, mit Männergesprächen in einem Ambiente voll Männerduft und Männeraccessoires. Wir durften sie betreten, diese rettende Insel der Männlichkeit in einem Meer von weiblicher Stärke. Und wurden dann doch überrascht.

"Ankerland"

Julia-Niharika Sen trifft Duda Zeco von "Ankerland". Sie sorgt dafür, dass das bundesweit einzigartige Traumtherapie-Zentrum für Kinder und Jugendliche "ANKERLAND e.V." in Hamburg ein wichtiger Halt und "Anker" ist, für Kinder, die beispielsweise durch Gewalt, Missbrauch, einen Unfall oder Flucht schwere seelische Traumatisierungen erleiden mussten. Duda Zeco kümmert sich um Spender und Stiftungen, die dieses erfolgreiche Pilotprojekt finanziell unterstützen und seine wichtige Arbeit damit sicherstellen. In einem Team aus Gesprächs-, Kunst- und Musiktherapeuten werden die Kinder und Jugendlichen begleitet und ihnen so die Chance gegeben, das Erlebte auf verschiedene Weise zu verarbeiten und einen neuen Weg ins Leben zu finden.

Künstlerin Li Trieb - die Sammlerin der Momente

Jeden Morgen fotografiert die Künstlerin Li Trieb den Himmel über ihrem Atelier in St. Georg. "Archiv der Augenblicke" nennt sie die Sammlung. Die Künstlerin ist fasziniert von Wasser in allen Formen: Ob als Wolken, Eis oder als Wellen. Auch ihre Zeichnungen sehen auf den ersten Blick aus wie Fotos. Monatelang arbeitet die Künstlerin mit dem Bleistift an den Details.

Der Mann, der eine Frau werden wollte

Nach 53 Jahren ist sie in dem Körper angekommen, den sie sich schon als Zweijährige gewünscht hat. Anouk ist als Mann geboren, ging zum Bund, heiratete, bekam Kinder und litt fast ständig unter der männlichen Rolle. Vor drei Jahren ließ sie sich umoperieren. Nun ist sie stolz und glücklich endlich ganz Frau zu sein. Rund um den Michel hat sie getroffen.

Bestatterin mit Trosthunden

Als früher andere Kinder nicht bei ihr übernachten wollten, hat Elisa Föhring das nicht verstanden. Sie wusste zwar, dass ihre Eltern als Bestatter einen besonderen Beruf ausüben, aber was sollte daran schlimm sein? Mittlerweile üben Elisa und ihre Schwester Selina denselben Beruf aus. Selina war vor ein paar Jahren sogar die erste selbstständige Bestatterin Deutschlands.  Mit ihrer Mutter gründete sie damals ein eigenes Unternehmen. Hinzu kamen vier Trauerhunde, die schon viele Seelen getröstet haben. Wie sich das Geschäft mit dem Tod auf die Familie auswirkt: "Dass wir uns sehr bewusst sind, wie schnell das Leben vorbei sein kann und dankbar dafür sind, dass wir es genießen können", so die 28-jährige Elisa.

Curve-Mode für starke Frauen

"Hallo Welt! Hier komme ich!" - so sollte jede Frau durchs Leben gehen: mit einem guten Körpergefühl, Sexappeal und Haltung. Doch das ist oft gar nicht so leicht. Gerade dann nicht, wenn einem die Industrie vorgaukelt, dass "Frau" nur bis Größe 38 "Frau" ist, sprich: attraktiv und begehrenswert. Alles drüber - ist dick. Tuniken, die Röllchen kaschieren, wo gar keine sind, gibt es zu Hauf, den "Schal, der streckt" ebenso. Kurven verstecken, statt sie zu zeigen also. Blödsinn! Und diese Frau macht es vor - so gut, dass sie bereits Anfragen von Hamburger Müttern bekommen hat, die da lauteten: "Unsere Töchter wollen abnehmen. Müssen sie nicht! Mach ihnen Mut!". Und Mut - den macht Kristina.

Produktionsleiter/in
Edgar Rygol
Redaktionsleiter/in
Sabine Rossbach
Redaktion
Maiken Nielsen
Susanne Dobke