Panorama 3

Dienstag, 16. Januar 2024, 21:15 bis 21:45 Uhr
Donnerstag, 18. Januar 2024, 02:15 bis 02:45 Uhr

Die Themen der Sendung:

  • Bauernprotest: Was passierte in Schlüttsiel?

Vor rund zwei Wochen demonstrierten Bauern am Fähranleger Schlüttsiel spontan gegen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, der sich auf dem Rückweg von einem privaten Ausflug befand. Es verbreiten sich schnell Videos, die aufgebrachte Demonstranten im Gerangel mit der Polizei zeigen. Medien berichten von einer geplanten Stürmung der Fähre, die von der Polizei verhindert worden sei und über eine Unterwanderung der Demonstration durch Rechtsradikale. Aber stimmt das? Was ist in Schlüttsiel passiert und welche Rolle spielten Rechte bei der Organisation der Proteste? Panorama 3 hat sich auf Spurensuche begeben.   

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Die Fahne der Landvolkbewegung hängt zwischen zwei Treckern. © NDR

Schlüttsiel: Welche Rolle spielten Rechte bei Protest?

Als Wirtschaftsminister Habeck am Fähranleger Schlüttsiel ankam, demonstrierten dort Landwirte. Zu sehen ist auch eine fragwürdige Flagge. Panorama 3 hat sich auf Spurensuche begeben. mehr

  • Arbeiten für unter zwei Euro: Niedriglöhne in Gefängnissen

In deutschen Gefängnissen herrscht gesetzliche Arbeitspflicht. Die meisten Gefangenen arbeiten im Gefängnis auch für externe Unternehmen. Teilweise verdienen sie unter zwei Euro pro Stunde. Nachdem zwei Strafgefangene dagegen klagten, entschied das Bundesverfassungsgericht im vergangenen Juni: Löhne unter zwei Euro seien verfassungswidrig und müssten bis Ende 2025 angehoben werden.

Wie sieht es in norddeutschen Gefängnissen aus? Auch hier sind Löhne unter zwei Euro Standard. Panorama 3 hat zwei Gefangene getroffen und zeigt, was es bedeutet, teilweise ein halbes Leben für ein bis zwei Euro zu arbeiten. Und fragt, wie das mit dem Resozialisierungsgedanken vereinbar ist.  

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Ein Zaun mit Stacheldraht vor einer Justizvollzugsanstalt © Screenshot
7 Min

Arbeiten für unter zwei Euro: Niedriglöhne in Gefängnissen

In deutschen Gefängnissen herrscht Arbeitspflicht, Gefangene verdienen teilweise jedoch nur unter zwei Euro die Stunde. Das soll sich ändern. 7 Min

  • Inklusion an Schulen: Herausforderungen für Schulbegleiter

Ohne sogenannte Schulbegleiter*innen ließe sich "Inklusion", also ein gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung, in Deutschlands Schulen derzeit nicht umsetzen. Denn Schulbegleiter*innen unterstützen Kinder mit körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkungen in einer Eins-zu-eins-Betreuung, damit diese eine Regelschule besuchen können. Sie erklären zum Beispiel Unterrichtsaufgaben, lösen Konflikte, wenn Kinder aggressiv werden, oder helfen beim Toilettengang. Bereits 2009 hatte Deutschland sich dazu verpflichtet, Schule inklusiv zu gestalten. Im Alltag zeigt sich jedoch, dass das System, das auf Schulbegleiter*innen setzt, zahlreiche Schwächen hat. So fehlt es vielen Begleiter*innen an der nötigen Qualifikation für die Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen. Überdies sind die Arbeitsbedingungen oft unattraktiv: befristete Verträge, geringe Bezahlung und schwierige Kommunikation mit den Schulen, Lehrern oder Eltern.

Panorama 3 hat zahlreiche Schulbegleiter*innen getroffen, mit Eltern gesprochen und eine Schule besucht, die in einem Modellversuch eine engere Verzahnung zwischen Schulbegleiter*innen und Lehrkräften anstrebt.

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Zwei Schulkinder, eins davon im Rollstuhl sitzend, an einem Schultisch. © picture alliance/dpa Foto: Maurizio Gambarini

Schulbegleiter: Von der Notlösung zur Dauerlösung

Viele Schulkinder mit Einschränkungen sind auf Schulbegleiter angewiesen. Doch die arbeiten oft unter prekären Bedingungen. mehr

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