Nordseereport

So klingt die Nordsee

Sonntag, 05. Februar 2017, 18:00 bis 18:45 Uhr
Montag, 06. Februar 2017, 01:30 bis 02:15 Uhr

Ein Tontechniker hält ein Mikrophon an die Wasserkante, im Hintergrund Windräder.

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Laura Lange horcht genau hin: So klingen die Steine im Wasser auf Helgolands Düne.

Das Tosen der Wellen, das Pfeifen des Windes, das Geschrei der Möwen - diese Naturgeräusche sorgen allein schon für den ganz speziellen Nordsee-Sound, diese Hintergrundmusik, die das Leben an der Küste so besonders macht. Doch die Küste hat noch viel mehr unverwechselbare Klänge zu bieten, laute und leise. Man muss nur hinhören. Der Nordseereport macht genau das und besucht Menschen, die der Klangwelt der Nordsee nachspüren, mit ihr arbeiten, sie schützen. Oder selbst ein Teil der Geräuschkulisse sind. Moderatorin Laura Lange lauscht auf der Helgoländer Düne den Kegelrobben und dem einzigartigen Klackern der Steine, wenn diese durch die Wellen über den feuchten Sand kullern. Sie horcht dem Helgoländer Friesisch, dem sogenannten Halunder, und den Seemannsliedern des Shantychors. Auch der Funkverkehr und das Tuten der Helgolandfähre gehören zum akustischen Erlebnis der Hochseeinsel dazu.

Videos
05:01

"Der Dröhende": Islands lautstarker Wasserfall

05.02.2017 18:00 Uhr

Laut dröhnend stürzt sich der Dynjandi 100 Meter in die Tiefe. Die Touristen strömen nur so zum höchsten Wasserfall der Nordwestfjorde. Das verursacht Probleme für die Natur. Video (05:01 min)

Islands dröhnender Wasserfall

Im entlegenen Nordwesten Islands gibt es ein Naturschauspiel, bei dem schon der Name Programm ist. Über Kaskaden aus Lava- und Sedimentgestein stürzt eindrucksvoll der Dynjandi in den Fjord, der Wasserfall des Flusses Dynjandisá. Dynyandi, das bedeutet "der Dröhende, Tobende". Noch bevor der 100 Meter hohe, breit aufgefächerte Wasserfall mit seinen fünf kleinen Fällen überhaupt zu sehen ist, kann man ihn schon hören. Doch das reicht den meisten Touristen nicht, sie wollen ganz nah ran an den "Dröhnenden", ohne Rücksicht zu nehmen auf die sensible Pflanzenwelt. Und weil mit dem Kreuzfahrtboom immer mehr Besucher in die einsamen Gegenden Islands kommen, haben die Ranger alle Hände voll zu tun, die Attraktion zu schützen.

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06:43

Mit der "Alten Dame" über den Brouwersdam

05.02.2017 18:00 Uhr

Einmal im Monat schwitzt Michiel van der Meulen als Heizer in der Museumsbahn am Grevelingenmeer. Das Zischen und Schnaufen der Dampflok ist Musik in seinen Ohren. Video (06:43 min)

Ratternd und zischend übers Grevelinger Meer

Die Inseln Schouwen-Duiveland und Goeree-Overflakkee an der niederländischen Westküste sind zur Nordsee hin mit dem Brouversdam verbunden. Ausgerechnet auf dem 6,5 Kilometer langen Damm, mitten in der Nordsee, sind manchmal Geräusche zu hören, die eigentlich so gar nicht zum Meer und auch nicht in diese Zeit passen. Drei Mal in der Woche schnauft in der Sommersaison eine kleine alte Dampflok am Grevelinger Meer entlang von Ouddorp nach Scharendijke und zurück. Der Kessel der Museumsbahn muss Stunden vor dem Start angeheizt werden. Kohle schippen und Wasser auffüllen inklusive. Ein Job, den Michiel van der Meulen mit Freude erledigt. Einmal im Monat ist der Marketingexperte ehrenamtlicher Heizer auf der "Alten Dame". Er genießt den Rhythmus der Räder auf den Schienen und das Zusammenspiel von Druck, Feuer und Wasser.

Hundert Stimmen und eine Gitarre auf Spiekeroog

Und wie klingen eigentlich die Spiekerooger Dünen? Wer das herausfinden möchte, der besucht am besten das Offene Singen mit Eckart Strate. Dabei entsteht im Nordseewind zwischen Strandhafer und Hagebutten ein ganz besonderer Zauber, dem sich kaum jemand entziehen kann. Seit 50 Jahren kommt Strate, inzwischen pensionierter Lehrer, auf die Insel, um mit den Gästen in dieser besonderen Atmosphäre Lieder anzustimmen. Ein riesiges Repertoire hat die Insel in den vergangenen Jahrzehnten schon gehört. "An Rosalinde" von Wolfgang und Margarete Jehn hat es allerdings zu ganz neuer Beliebtheit gebracht, seit Strates Sohn Johannes, Sänger der Hamburger Band Revolverheld, einmal erzählte, dass er "Rosalinde" schon als Kind mit seinem Vater gesungen hat - und zwar auf Spiekeroog.

Beliebt bei Alt und Jung – das Dünensingen auf Spiekeroog. © NDR, honorarfrei

Kult auf Spiekeroog: Dünensingen mit Eckart Strate

Nordseereport -

Seit 50 Jahren lädt Eckart Strate in den Spiekerooger Dünen zum Singen ein - und die Urlauber kommen und schwelgen in der besonderen Atmosphäre. Fast 2.000 Lieder umfasst sein Repertoire.

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Der Klang der Dinge und der Stille

Die Reporter begleiten einen Klang-Sammler, der aus den Geräuschen Zeelands einen Soundtrack macht, und sind dabei, wenn die Stimme des Cuxhavener Schiffsansagers an der Elbmündung erschallt. Außerdem entdecken sie im Watt vor Schillig, dass auch die Stille ein Geräusch der Nordsee ist.

Leitung der Sendung
Marlis Fertmann
Redaktion
Tom Fischer
Moderation
Laura Lange
Produktionsleiter/in
Thomas Kay