Nordseereport

Über dem Meer

Sonntag, 17. Januar 2016, 18:00 bis 18:45 Uhr
Montag, 18. Januar 2016, 00:50 bis 01:35 Uhr

Kunstfluglehrerin Kerstin Möhle macht nach Feierabend einen Ausflug nach Helgoland. © NDR, honorarfrei

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Das Wattenmeer, die Küste und die Inseln aus der Vogelperspektive gesehen - wunderschön. Robben, die sich auf den Sandbänken ausruhen, an sonnigen Tagen leuchtend blaues Wasser, weiße Strände. Und immer: zu allen Seiten Horizont und beeindruckende Reliefs am Boden, geschaffen von den Gezeiten. Der Luftraum über der Nordsee ist aber längst nicht nur Seevögeln oder Urlaubsfliegern vorbehalten. Über dem Meer ist auch der Arbeitsplatz für viele Berufe. Allein die Offshore-Branche benötigt immer mehr Helikopter, um die Windparks zu versorgen und die Arbeiter zu befördern. Und auch ihre eine eigene Luftrettung müssen die Unternehmen organisieren, deren Mitarbeiter weit draußen weit über dem Wasser tätig sind. Über dem Meer arbeiten zuweilen aber auch Menschen, deren Arbeitsplatz eigentlich auf dem Meer ist. Genauer gesagt: auf den großen Containerschiffen. Bei Sturm gelangen die Lotsen nur per Hubschrauber und Seilwinde auf das Schiff, welches sie die letzten Seemeilen in den Hafen geleiten sollen.

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05:04 min

Kopfüber der Nordsee

17.01.2016 18:00 Uhr

In der Cessna über der Deutschen Bucht fühlt sich Kerstin Möhle am wohlsten. Niedersachsens einzige Kunstfluglehrerin liebt den Looping, das Unterrichten - und die Nordsee. Video (05:04 min)

Keine Jobs für "Weicheier"

Die Jobs über dem Meer sind nichts für "Weicheier", das muss auch Moderatorin Antje Wöhnke feststellen. Sie besucht den Offshore-Flugplatz in Emden und fliegt von dort zum Windpark Riffgat. Auch Artenschützer, Fotografen und Notärzte sind regelmäßig über der Nordsee unterwegs. Und natürlich auch jene, die über dem Meer vor allem Spaß haben wollen - und das Kunstfliegen oder Fallschirmspringen lehren. Sie alle wollen keinen anderen Arbeitsplatz und verlieren auch nach vielen Berufsjahren nicht den Blick - von ganz oben - für die Schönheit der Natur.

Mit der Cessna mal eben nach Helgoland

Eine, die hoch über der Nordsee erst so richtig aufdreht, ist Kunstfluglehrerin Kerstin Möhle. In Mariensiel bei Wilhelmshaven bildet sie gemeinsam mit ihrem Mann Flugschüler aus. Loopings und Rollen über dem Jadebusen gehören bei Familie Möhle zum Alltag. Erst dann fühlen sie sich mit Norddeutschland und der Küste so richtig verbunden. In ihrer Freizeit fliegen sie natürlich auch. Am liebsten mal eben nach Helgoland, die Strecke schafft die Cessna in einer halben Stunde. Dort genießen die Möhles dann das Meer ausnahmsweise aus der Nähe - mit den Füßen in der Brandung.

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05:16 min

Von Helgoland mit Rucksack Richtung Westafrika

17.01.2016 18:00 Uhr

Auf Helgoland legen Tausende Zugvögel ihren Zwischenstopp ein. Florian Müller forscht über die Ökologie der Rastplätze und verpasst den kleinen Fliegern auf der Insel einen "Rucksack". Video (05:16 min)

Das Geheimnis der Zugvögel

Über dem Meer - für Zugvögel ist das die natürlichste Sache der Welt. Wenn auch eine anstrengende. Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland ist für die Tiere Zufluchtsort inmitten der rauhen See und wichtiger Zwischenstopp auf ihrer Reise gen Süden. Immer im Frühjahr und im Herbst bevölkern deshalb Tausende Zugvögel die Insel. Das Institut für Vogelforschung in Wilhelmshaven hat einen Außenposten auf Helgoland - die Vogelwarte. Seit 1910 werden hier die kleinen Flieger gezählt und beringt. Aber wann und warum verlassen die Vögel wieder die Insel? Mit dieser Frage beschäftigt sich Florian Müller in seiner Doktorarbeit. Dafür untersucht er das Zugverhalten der Steinschmätzer. Einigen der kleinen Singvögel verpasst er einen Sender. So kann er verfolgen, wie lange die Tiere, die aus Island, Grönland oder Kanada kommen, auf Helgoland rasten und welche Route sie von hier aus nehmen.

Im freien Fall Richtung Wattenmeer

Aus 4.300 Meter Höhe aus einem Flugzeug zu springen - dafür braucht es eine ganze Menge Mut. Oder einen Sprungpartner, der einen schiebt. So hat es Birte Jahnke bei ihrem Tandemsprung über der Insel Juist erlebt hat. In jedem Sommer kommen Fallschirmspringer aus ganz Deutschland, um sich im freien Fall Richtung Insel zu stürzen und dann zielgenau auf dem Juister Flughafen zu landen. Gar nicht so einfach bei einer so schmalen Insel mit so viel Wasser außen herum. Neben dem Nervenkitzel werden die wagemutigen Männer und Frauen mit spektakulären Aussichten auf das Wattenmeer und die Ostfriesischen Inseln belohnt.

Finn Bendixen und Birte Jahnke beim Tandemsprung über Juist. © NDR

Der Himmel über Juist - im Tandemsprung

Nordseereport -

Birte Jahnke im freien Fall: Aus 4.300 Meter Höhe gehts mit Fallschirm und Sprungpartner Finn Bendixen Richtung Juist. Das Ziel: Landung am Flughafen - nicht im Wasser.

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Redaktionsleiter/in
Marlis Fertmann
Redaktion
Thomas Fischer
Moderation
Antje Wöhnke
Produktionsleiter/in
Thomas Kay