Länder - Menschen - Abenteuer

Sri Lanka - Die leuchtende Insel

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 21:00 bis 21:45 Uhr
Montag, 16. Oktober 2017, 13:15 bis 14:00 Uhr

Tänzer in Kataragama. © NDR/TERRA MATER/Sebastian Grübl, honorarfrei

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Das Filmteam ist zu Gast in Sri Lanka und trifft auf interessante Menschen: Ob Elefantenkostüm- oder Skateboard-Designer, Stelzenfischer oder "Monkey Master", die Protagonisten laden zu einem sehr persönlichen Blick in ihre Arbeitswelten und ihr Privatleben ein. Bei den festlichen Paraden der jährlich stattfindenden Kataragama Perahera treffen sie auf eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Menschen. Diese religiöse Zusammenkunft vieler Tausender Hindus, Buddhisten und Muslime wirft Licht auf die friedliche Koexistenz der Sri Lanker mit unterschiedlichen Religionen, Sprachen und Kulturen.

Expansion mit Elefantenkostümen

K.C. Thadhani entwirft und schneidert seit mittlerweile 47 Jahren Elefantenkostüme. In der alten Königsstadt Kandy öffnet er die Türen seines Wohnhauses, das gleichzeitig auch eine seiner Werkstätten beheimatet. Er erzählt, wie er zu seinem außergewöhnlichen Beruf fand und wie sein Geschäft über die Jahre expandieren konnte. Heute findet man seine Elefantenkostüme in vielen Ländern, neben Japan und Indien sogar in Österreich. In Sri Lanka spielen seine Maßanfertigungen eine besonders wichtige Rolle, da sie die grauen Riesen hier bei den wichtigsten religiösen Festen wie der Kandy oder der Kataragama Perahera zieren.

Ranjith Bandara ist ein vielfach ausgezeichneter Tänzer und Tanzlehrer fortgeschrittenen Alters, der noch die ursprünglichen kandyschen Tänze unterrichtet. Sein Wissen bleibt dabei nicht ausschließlich seiner Familie vorbehalten. Nach wie vor begeistern sich viele junge Bewohner von Kandy für diese traditionellen Tänze. Auf Meister Bandaras kleinem Freiluft-Übungsplatz inmitten eines Reisfeldes kommen Trommler und Tänzer zusammen. Unter seiner fachmännischen Leitung arbeiten sie gemeinsam an ihrem kulturellen Erbe.

Das Kandy-Perahera-Fest - einfach prunkvoll

Der "Monkey Master"

Der wissenschaftliche Mitarbeiter der US-amerikanischen Smithsonian Institution, Sunil Gunathilake, arbeitet seit mittlerweile 28 Jahren in Polonnaruwa. Die Dorfbewohner nennen ihn aufgrund seines außergewöhnlichen Zugangs zu den hier lebenden Affen den "Monkey Master". Als Forscher untersucht er das Verhalten und die Lebensgewohnheiten der Tiere. Außerdem hat er es sich zur Aufgabe gemacht, Schulkinder in Kontakt mit den zahlreichen tierischen Bewohnern eines der hier Tank genannten riesigen Wasserspeichers zu bringen. Sein Ziel ist es, die jungen Menschen für ihre Umwelt zu begeistern, um den Gedanken des Naturschutzes auch in der nächsten Generation keimen zu lassen.

Fasermühlen-Betreiberin Nimali Gunawardena ist sich, obwohl erst 25 Jahre alt, vollkommen klar über ihre Ziele. Für eine junge, aus einem ärmlichen Umfeld stammende Frau ist der Weg in die Selbständigkeit in Sri Lanka besonders hart. Der erste Versuch scheiterte sogar, und es sah aus, als würde es keinen zweiten Anlauf geben. Doch Nimali ist ein starker Charakter und sie bekam Unterstützung - nicht zuletzt von ihr vorher kaum bekannten Menschen. Ihr Verlobter kündigte seinen Job, um mit ihr zu arbeiten, und Nimali stellte einige Witwen der örtlichen Dorfgemeinschaft in ihrer Mühle als Arbeiterinnen ein.

Trendsport Skateboard fahren

Das erste Skateboard Label des Landes hat seinen Sitz in der Hauptstadt Colombo. Gegründet wurde es von den beiden Grafikdesignerinnen Hash Bandara und Umanga Samarasingha. Die Herzen der beiden jungen Frauen schlagen für reduziertes Design und Skateboards, deshalb haben sie ihre Leidenschaften zusammengeführt und das Skateboard-Label Push gegründet. Hash skatet selbst und bringt Jugendlichen die ersten "Ollies" bei. Der kalifornische Trendsport brauchte immerhin über 40 Jahre, um in Sri Lanka anzukommen - und Frauen auf rollenden Holzbrettern sorgen somit hierzulande für erstaunte, aber auch interessierte Blicke.

Der Stelzenfischer Anura berichtet von den alten Tagen der Stelzenfischerei. Er erklärt auch, wieso die seit Kriegsende häufiger zu Besuch kommenden Touristen ein neuer, für das Leben eines Stelzenfischers bestimmender und höchst willkommener Faktor sind. Diese Besucher bedeuten eine für die Fischer recht neue Geldquelle. Die Touristen sind von der Technik der auf Stelzen sitzenden Männer fasziniert. Für ein Foto von - oder mit - den Fischern sind sie deshalb gern bereit, ein paar Rupien zu bezahlen. Die Stelzenfischer haben den Wettstreit gegen die industrielle Fischerei längst verloren - und so fischen sie weiterhin für sich und ihre Familien und verdienen durch die Touristen ein wenig Geld.

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Autor/in
Sebastian Grübl
Kamera
Matthias Smycka
Simon Werry
Schnitt
Christian Stoppacher
Musik
Paul Movahedi
Produktionsleiter/in
Daniel Buresch
Redaktion
Ralf Quibeldey