Magisches Kolumbien

Donnerstag, 11. Februar 2016, 20:15 bis 21:00 Uhr
Freitag, 12. Februar 2016, 15:15 bis 16:00 Uhr

Auch das ist die Karibik, ihre unbekannte Seite: fantastische Geschichten von Menschen voller Lebensfreude, unberührte, feine Sandstrände und das höchste Küstengebirge der Welt. Im Norden Kolumbiens, fernab von den Drogenkriegen im Süden des Landes, präsentiert sich eine Region, wie sie facettenreicher nicht sein könnte. Ihre landschaftlichen Reize, klimatischen Extreme, vor allem aber das bunte Völkergemisch rund um die Sierra Nevada de Santa Marta sind der perfekte Nährboden für skurrile Figuren und ihre Geschichten.

Die mobile Bibliothek

Wie eine Figur aus der magischen Welt des Schriftstellers Gabriel Garcia Marquez reitet Luis Serrano mit seinem Esel durch das unwegsame Gelände der Sierra Nevada. Er bringt Bücher und Geschichten zu Kindern, die ohne ihn keinen Zugang zu Literatur hätten. Wie Früchte hängen die Bücher dann an den Bäumen vor der Schule.

An Kolumbiens Karibikküste

Der 13-jährige Mario Hernandez will sich mit seinem Akkordeon ein Stipendium an der Schule in Valledupar erspielen und träumt davon, einmal ein ganz großer Star zu sein. Mit dem Vallenato, der beliebtesten Musikrichtung Kolumbiens.

Spezialität: "Cocadas"

Die Süßigkeiten-Verkäuferin Emelia Reyes lebt in der Tradition ihrer Vorfahren, sie kamen als Sklaven aus Afrika. Emelias kreolische Spezialität sind "Cocadas", nach einem Rezept von der Oma. Emelias Verkaufsstand ist ihr Kopf, auf dem sie das süße Gebäck balanciert.

In der Sierra Nevada de Santa Marta schlägt das Herz der Erde, glauben die Arhuacos, die Ureinwohner, die in den Tälern der Sierra Nevada siedeln. Robinson Garavito und drei weitere Männer sind mit ihren Familien in die Berge gezogen, um ein neues Dorf zu gründen. Das geht nur mit dem Segen der Götter.

Sand von Hand geschaufelt

Mitten im Rio Magdalena, der Lebensader Kolumbiens, steht Americo Payares, ein Sandmann. Mit der Hand schaufelt er Sand vom Grund des Flusses in sein Kanu, vom Kanu ans Ufer, vom Ufer in sein Fahrrad und fährt es dann in Mompox zu seinen Kunden.

Zum Schutz gegen die unerbittliche Sonne von Guajira nutzen die Wayuu-Frauen einen Pilz. Aus seinen pechschwarzen Sporen fertigen sie eine dunkle Paste, der perfekte Schutz für die Arbeit in den Salinen. Denn Salz ist hier der Rohstoff, von dem sie leben.

Mythos und Wirklichkeit

Zwischen der ehemaligen Piratenhochburg Cartagena, dem Indianer-Dorf Uríbia und dem Weltkulturerbe Mompox an der kolumbianischen Karibik liegt eine Welt, in der es keine Trennung zwischen Mythen und Wirklichkeit gibt. Ihre Bewohner betten das Wunderbare in den Alltag ein. Ihre Geschichten erscheinen fantastisch. Als der junge Garcia Marquez die Einmaligkeit dieser magisch anmutenden Region im äußersten Nordosten Kolumbiens entdeckt und ihre Geschichten erzählt, bekommt er dafür prompt den Nobelpreis.

Kolumbien - ein Land voll fantastischer Geschichten und Lebensfreude – ist atemberaubend schön und ganz anders, als man es vielleicht erwartet. Ein magisches Land. Man muss sich nur trauen, es zu entdecken.

Autor/in
Marco Berger
Ana Maria Marin
Kamera
Marco Berger
Schnitt
Fabian Teichmann
Sprecher/in
Meik Spallek
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Redaktion
Kathrin Bronnert
Ralf Quibeldey

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