Argentinien - Im Land der Gauchos

Donnerstag, 11. Februar 2016, 21:00 bis 21:45 Uhr
Montag, 15. Februar 2016, 15:15 bis 16:00 Uhr

Ein wilder und unberührter Landstrich im Norden Argentiniens, tausend Kilometer von Buenos Aires entfernt: die Provinz Corrientes mit ihren beeindruckenden, riesigen Rinderfarmen am Rande des zweitgrößten Sumpfgebietes der Welt. In den Esteros del Iberá sind nicht nur Gauchos und Rinder zu Hause, es ist auch die Heimat einer einzigartigen Tierwelt.

Die Farm San Juan Poriahu

Mitten in dieser rauen Landschaft, die von Wasser, Lagunen und grünen Grasbüscheln durchzogen ist, liegt die Estancia San Juan Poriahu. Diese traditionelle Farm - nahe der Grenze zu Paraguay und Brasilien - wurde bereits 1635 von den Jesuiten gegründet. Seit fünf Generationen ist San Juan Poriahu nun in Familienbesitz. Marcos Rams, der Patron, hat seinen Großvater schon vor 30 Jahren abgelöst. 4.000 Rinder und über 200 Pferde gehören zu seiner Estancia. Über 30 Kilometer erstreckt sich das Farmgelände.

Die Arbeit der Gauchos beginnt im Morgengrauen, und auch der Patron packt mit an: Kälber kastrieren, Brandzeichen und Ohren markieren bei den Jungtieren, Wunden behandeln, junge Pferde zureiten. Und mittags dann die Siesta mit koffeinhaltigem Matetee - dem Nationalgetränk Argentiniens - und einem deftigen Eintopf mit Rindfleisch. Die Kleidung der Gauchos ist hier im Norden sehr traditionell, über den weiten Hosen, den bombachas, werden bunte Stofftücher kunstvoll mit Lederriemen befestigt, die Sporen tragen viele Gauchos an den nackten Füßen. Alles ist hier im Norden noch ein wenig ursprünglicher.

Die Cowboys von Südamerika

Die Gauchos und ihre Traditionen

Worauf man in Corrientes besonders stolz ist, ist der Chamamé, der traditionelle Tanz, auch correntinische Polka genannt. Er stammt von den Guarani, später haben Jesuiten, Spanier und deutsche Auswanderer die Musik beeinflusst. Am Wochenende treffen sich Jung und Alt, und natürlich die Gaucho-Gemeinde, auf den Chamamé-Parties.

Vieles hat sich zwar auch in diesem Landstrich schon verändert in den vergangenen 30 Jahren, aber die Begeisterung für Pferde, die Natur und das einfache Leben auf dem Land sind geblieben. Die Gauchos und ihre jahrhundertealten Traditionen: Es gibt sie noch. Länder Menschen Abenteuer begleitet sie auf ihrem stundenlangen Ritt nach Hause - zwischendurch geht es für die Menschen per Boot und für die Pferde schwimmend durch die Kanäle- , beim Piranha-Fischen und beim traditionellen Fleischgrillen, dem Asado.

Autor/in
Barbara Block
Regie
Barbara Block
Redaktion
Ralf Quibeldey
Produktionsleiter/in
Jost Nolting

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11.02.2016 20:15 Uhr

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