Kulturjournal

Ein Leben ohne Müll: Modell für die Zukunft?

Montag, 15. Mai 2017, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 19. Mai 2017, 01:55 bis 02:30 Uhr

Ein Leben ohne Müll - Modell für die Zukunft? 

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Ein Leben ohne Müll - Modell für die Zukunft?

Die Deutschen produzieren mehr Verpackungsmüll als alle anderen Europäer. Michael Albert aus Hannover versucht, ohne Müll zu leben: Zahnpasta, Seife und Shampoo macht er selbst. mehr

213 Kilo pro Person pro Jahr: Die Deutschen produzieren mehr Verpackungsmüll als alle anderen in Europa. Michael Albert aus Hannover versucht, ohne Müll zu leben: Statt Klopapier benutzt er eine Popo-Brause. Zum Einkauf nimmt er seine eigenen, wiederverwendbaren Dosen mit. Zahnpasta, Seife und Shampoo macht er selbst, um Plastikmüll zu vermeiden. "Coffee to go" trinkt er aus seiner eigenen Tasse, um den Wegwerfbecher zu sparen. Klingt alles aufwendig, ist es aber nicht, sagt Michael Albert. "Zero waste" als Lebensstil ist mittlerweile ein neuer Trend in Großstädten. Dort gibt es inzwischen auch Läden, in denen man sich Waschmittel, Mehl und Müsli in mitgebrachte Gefäße abfüllen kann.

Schauspieler, Schriftsteller, Sohn - Matthias Brandt live in Hamburg

Ja, ja, man kennt das: Kaum hat sich einer als Schauspieler einen Namen gemacht, muss er entweder singen oder einen Roman schreiben. Aber in diesem Fall lohnt sich das Hinschauen: Matthias Brandt ist ein besonderer Schauspieler, und ganz nebenbei auch ein besonderer Sohn, woran er sich immer wieder abarbeitet. Brandt gehört zu Deutschlands beliebtesten Darstellern, seine Figuren sind vielschichtig, klischeefrei und geistreich. Und er ist eben der Sohn von Willy Brandt, der sozialdemokratischen Kanzler-Ikone - eine handelsübliche Kindheit hatte er nicht. In seinem Erzählband "Raumpatrouille" spiegelt sich das wieder. Mit dem Musiker Jens Thomas hat Brandt die Erzählungen zum gemeinsamen Bühnenprogramm "Life" geformt, eine Wort-Musik-Collage. Die beiden sind am 19. Mai im Schauspielhaus Hamburg.

Jazz-Legende: Treffen mit Pianist Joachim Kühn

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Und wieder ein Echo für Jazzer Joachim Kühn

Es gibt Menschen, die haben die Kulturlandschaft über Jahrzehnte mitgeprägt und dabei überall Spuren hinterlassen. Joachim Kühn ist so einer. Er erhält in diesem Jahr den Echo Jazz. mehr

Im Juni bekommt Joachim Kühn den Echo Jazz - inzwischen schon zum vierten Mal. Und das vollkommen zu Recht, gilt er doch weltweit als DER deutsche Jazz-Pianist, hat international entscheidende musikalische Impulse gesetzt. Er ist ein musikalischer Weltbürger - und reist auch noch mit seinen 73 Jahren immer noch von einem Auftritt zum nächsten. Zwischendurch zieht es ihn immer wieder in sein Refugium nach Ibiza. Übrigens auch, um dort zu malen. Abstrakt. Das Kulturjournal war zum Hausbesuch auf der Insel.

Ein besonderer Blick auf Deutschland: Der Fotograf Andreas Mühe

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Das düstere Deutschlandbild des Andreas Mühe

15.05.2017 22:45 Uhr

Mal mit, mal ohne Uniform. Nackt, aber in immer derselben Haltung. In "Pathos als Distanz" zeichnet der Fotograf Andreas Mühe ein düsteres Bild von Deutschland. Video (05:09 min)

Seine Bilder haben etwas Dunkles, Kühles, Strenges. Er fotografiert Orte der Macht: den Obersalzberg und Wandlitz. Und die Mächtigen: immer wieder auch Angela Merkel. Schon früh war Andreas Mühe (geboren 1979 in Karl-Marx-Stadt) bei Politikern und Prominenten ein gefragter Porträtfotograf. Ihn interessiert Haltung - dafür macht er Bilder von Menschen einmal mit, einmal ohne Uniform, nackt, aber in derselben Haltung. Der Sohn des Schauspielers Ulrich Mühe inszeniert seine Bilder wie Bühnenbilder. In seiner neuen Ausstellung zeichnet Andreas Mühe sein düsteres Deutschlandbild unter dem Titel "Pathos als Distanz" (Deichtorhallen, Haus der Fotografie 19. Mai bis 20. August).

"National Bird" - Ein Dokumentarfilm über den Drohnenkrieg der USA

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"National Bird" - der Drohnenkrieg der USA

15.05.2017 22:45 Uhr

"National Bird" begleitet Menschen, die das Schweigen über den geheimen Drohnenkrieg der USA brechen. Regisseurin Sonia Kennebeck hat drei ehemalige Soldaten der U.S. Air Force getroffen. Video (02:36 min)

Es war vor allem Barack Obama, der den geheimen Drohnenkrieg der USA perfektionierte. Und auch wenn sich Donald Trump in vielem von seinem demokratischen Vorgänger distanziert und alles anders machen will: Die USA führen weiterhin Krieg mit Drohnen. Derzeit weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Jetzt kommt ein beeindruckender Dokumentarfilm darüber ins Kino: "National Bird" begleitet Menschen, die entschlossen sind, das Schweigen über diesen Krieg der USA zu brechen - ohne Rücksicht auf mögliche Konsequenzen. Drei ehemalige Soldaten der U.S. Air Force, die in unterschiedlichen Funktionen selbst an diesem Krieg beteiligt waren, äußern sich in dem Film erstmals öffentlich. Ihre Mitschuld an der Tötung Unbekannter - und möglicherweise Unschuldiger - auf weit entfernten Kriegsschauplätzen lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Das Kulturjournal hat mit der Regisseurin Sonia Kennebeck und einer Menschenrechtsanwältin gesprochen, die ehemalige Drohnenpiloten vor Gericht verteidigt.

Wahr. Schön. Gut. - Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil. Viel Spaß!

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Wahr. Schön. Gut. - Kurzkultur mit Meinung!

Julia Westlake kritisiert das aktuelle Kulturgeschehen: Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - jeden Montag neu. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile