Warten auf Deutschland (Teil 2)

Flüchtlinge und ihr neues Leben

Freitag, 02. Dezember 2016, 21:15 bis 21:45 Uhr
Samstag, 03. Dezember 2016, 08:30 bis 09:00 Uhr

Die Flüchtlinge Ali und Manal © NDR Fotograf: Felix Meschede

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Ali und Manal sind beide aus Syrien, beide sind seit Sommer 2015 in Deutschland. Sie wollten dem Krieg in Syrien entkommen, kamen mit großen Hoffnungen in Deutschland an. Doch die Monate des Wartens und die Ungewissheit bringen beide an ihre Grenzen. Was ist aus ihren Träumen geworden? Bereits im Mai wurde der erste Film über Ali und Manal gesendet, dieser Film zeichnet ihre Geschichte bis November 2016 nach.

Traum geplatzt

Der 21-jährige Ali will kurz nach seiner Ankunft in Hamburg sein Mathematikstudium fortsetzen, möglichst bald einen Job finden. Obwohl er nach wenigen Wochen an der Hamburger Uni einen Platz für einen Deutschkurs findet, wird er kurz darauf von den Behörden nach Sachsen-Anhalt transferiert. Dort wird er über den Winter in einem Zelt untergebracht.

Schon nach wenigen Tagen haut er ab, registriert sich neu in Berlin und hofft auf ein schnelles Verfahren dort. Aber es dauert Monate, bis sein Asylverfahren eröffnet wird. Als es endlich soweit ist, holen ihn die Ereignisse in Syrien wieder ein. 

Weit weg von der Familie

Auch Manal ist im Sommer 2015 über das Mittelmeer und dann über die Balkanroute nach Deutschland gekommen. Da die Flucht für ihre fünf Kinder zu gefährlich war, blieben die mit ihrem Mann zurück in einem libanesischen Flüchtlingslager. Ihr Mann ist Palästinenser, konnte nicht in die Türkei einreisen, um dort die Flucht anzutreten. Also beschlossen die Eltern, dass sich die Mutter alleine auf den Weg macht. Immer in der Hoffnung, schnell wieder beieinander zu sein.

Doch die Hoffnungen auf ein schnelles Wiedersehen schwinden, als nach Monaten des Wartens noch immer nicht über Manals Schicksal entschieden ist. Die Mutter zweifelt an ihrer Entscheidung, macht sich schwere Vorwürfe und gibt doch nicht auf. 

Über ein Jahr haben die beiden NDR Reporter Alena Jabarine und Felix Meschede die beiden Menschen begleitet. Der Film ist ein intensives, zutiefst intimes Porträt zweier Schicksale, die nicht unterschiedlicher sein könnten, und die doch für viele Menschen stehen, die im vergangenen Sommer nach Deutschland geflüchtet sind. 

 

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Autor/in
Felix Meschede
Alena, Isabelle Jabarine
Redaktionsleiter/in
Kuno Haberbusch
Produktionsleiter/in
Michael Schinschke
Redaktion
Gita Datta

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