Hindenburg – Der Mann, der Hitler an die Macht verhalf

Sonntag, 21. Mai 2017, 01:30 bis 02:15 Uhr

Die Dokumentation über Paul von Hindenburg ist die erste umfassende filmische Biografie über einen der wichtigsten politischen Akteure des 20. Jahrhunderts. Hindenburg wirkte zu einer Zeit, in der sich die Ereignisse in Deutschland und in Europa innerhalb von wenigen Jahren überschlugen: Kriegsniederlage und Revolution führten das Kaiserreich in eine tiefe Krise, Inflation und Weltwirtschaftskrise stürzten die Weimarer Republik in heftige Turbulenzen. Die Welt war aus den Fugen, und Hindenburg bestimmte an entscheidender Stelle die Geschicke Deutschlands mit: in der Obersten Heeresleitung während des Ersten Weltkrieges, beim Sturz Kaiser Wilhelms II. im November 1918 und im Januar 1933, als er als Reichspräsident Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte.

Am 30. Januar 1933 ernannte Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler.

Der Film von Christoph Weinert hinterfragt den "Mythos Hindenburg" und räumt auf mit der hartnäckig verbreiteten Mär eines zuletzt geistig und körperlich verfallenen Greises, der in seinen letzten Lebensjahren unter fremdem Einfluss gestanden habe. Hindenburg traf alle politischen Entscheidungen bis kurz vor seinem Ableben bei klarem Verstand. Auch die zahlreichen politischen Morde, die im Auftrag seines Reichskanzlers Hitlers verübt wurden, hat Hindenburg ausdrücklich verteidigt und gut geheißen. Als Hindenburg im Sommer 1934 an einer unheilbaren Krankheit starb, war er 86 Jahre alt und fast zehn Jahre im Amt des Reichspräsidenten.

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War Hindenburg, hier mit seinem Enkel Hubertus, tatsächlich zuletzt nurmehr ein geistig und körperlich verfallener Greis?

Neben den international renommierten Historikern wie Wolfram Pyta, Anna von der Goltz und Roger Moorhouse kommt auch der Enkel des Reichspräsidenten, Hubertus von Hindenburg, zu Wort, der sowohl seinen Großvater als auch Adolf Hitler im Berliner Präsidentenpalais aus nächster Nähe miterlebt hat.

Redaktion
Ulrike Dotzer
Produktionsleiter/in
Wolfgang Kramer
Regie
Christoph Weinert
Autor/in
Christoph Weinert