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Fernsehtipp
Merrit Cremer (Sonsee Neu, li.) versöhnt sich mit ihrer Mutter Iris (Jutta Speidel). © © NDR/ARD Degeto/Guido Engels, honorarfrei

Neue Chance zum Glück

Familiendrama mit Jutta Speidel
23.02.2012 | 22:00 Uhr

Beruf, Kinder und Ehe - alles stimmt bei Merrit. Doch am ersten Tag des Familienurlaubs erreicht sie eine schockierende Nachricht: Ihr Vater hat eine Herzattacke erlitten.

 

Wehner - Die unerzählte Geschichte  (1): Die Nacht von Münstereifel

Untertitel
Samstag, 28. Januar 2012, 23:15 bis 01:00 Uhr [VPS 23:15]

Herbert Wehner war neben Politikern wie Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Franz Josef Strauß, Willy Brandt, Helmut Schmidt und schließlich auch Helmut Kohl eine der großen gestaltenden Persönlichkeiten der Bundesrepublik. Allerdings wusste Wehner, dass er niemals Bundeskanzler werden konnte. Teile seiner Lebensgeschichte lagen im Dunkeln, seine Jahre als Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei, seine Beteiligung an der stalinistischen Säuberung bleiben bis zur endgültigen Aufarbeitung der Moskauer Akten unaufgeklärt.

Im ersten Teil "Herbert Wehner - Die unerzählte Geschichte. Die Nacht von Münstereifel" spielt Heinz Baumann den alten Wehner, der seine Partei mit einem Kraftakt aus einer 16-jährigen Daueropposition befreit. Wehner gelingt es in zähem Ringen mit seinen beiden Bundeskanzlern Brandt und Schmidt, 13 Jahre sozialdemokratische Kanzlerschaft zu garantieren. Eine lange Periode, die die Regierungsfähigkeit der SPD tief ins Bewusstsein der Bevölkerung eingeprägt hat.

Heinrich Breloer: "Die Nacht von Münstereifel, jene legendäre Begegnung zwischen Brandt und Wehner am 4. Mai 1974, in der sich der Rücktritt Willy Brandts endgültig entschied, sollte ein realistischer Film über Bonn werden, ein Film, der die Härte des politischen Nahkampfs zeigt und ein Gefühl dafür vermittelt, wie schwierig es für einen Mann mit Visionen in der Bonner Mediendemokratie ist. Wie eng und klein diese Stadt für einen großen Menschen wie Brandt sein konnte, vor allem dann, wenn ihm ein Pragmatiker der Macht wie Herbert Wehner gegenüberstand."

Es ist der Versuch, die Politik und die Politiker zu "vermenschlichen", um sie und ihr eigentümliches Handwerk besser verstehen zu können. Ein Film, der auch von der Liebessehnsucht und der Einsamkeit der "da oben" erzählt. Vom Bonner Labyrinth des Bundeshauses, in dem sich die Männer mit der Macht verirren können. Dazu äußern sich unter anderem Wehners dritte Ehefrau Greta, Karl Wienand, ehemaliger SPD-Fraktionsgeschäftsführer und Vertrauter Wehners, Eugen Selbmann, persönlicher Mitarbeiter und Freund, Rut Brandt, Rudolf Augstein sowie die Journalisten Wibke Bruhns, Klaus Harpprecht und Hermann Schreiber.

Beide Filme wurden ausgezeichnet mit dem Prix Europa 1993, dem Adolf-Grimme-Preis 1993, dem DAG-Preis 1993 und dem Goldenen Gong.

Spielfilm, Bundesrepublik Deutschland 1992

Autor/in (Drehbuch): Heinrich Breloer,  Kamera: Achim Poulheim,  Musik: Hans P. Ströer,  Redaktion: Karen Matthiesen,  Regie: Heinrich Breloer,  Schauspieler/in: Heinz Baumann (Wehner alt),  Ulrich Tukur (Wehner jung),  Hans-Peter Hallwachs (Willy Brandt),  Hermann Lause (Günter Nollau),  Hans-Michael Rehberg (Kurt Schumacher),  Wolfgang Hosfeld (Hans-Dietrich Genscher)

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