Stand: 21.12.2016 09:30 Uhr

MUNDO. Die Spur des Mörders

Zwei Tote werden in Südfrankreich gefunden. Es sind Vater und Sohn, ermordet mit Kopfschüssen. Als Täter wird der zweite Sohn der deutschen Familie verurteilt, Markus Mundo. Seit fünf Jahren sitzt er nun schon in Haft. Aber noch immer gibt es Zweifel an seiner Schuld. Jetzt rollt der Profiler Stephan Harbort den Fall exklusiv für das NDR Fernsehen neu auf - in der dreiteiligen True-Crime-Serie "MUNDO. Die Spur des Mörders".

Ein Mann hält einem anderen eine Pistole an den Kopf. © NDR, honorarfrei

MUNDO: Die Toten von Perpignan (1)

Film im NDR -

Seit fünf Jahren sitzt Markus Mundo bereits in Haft. Aber noch immer gibt es Zweifel an seiner Schuld. Nun wird der Fall neu aufgerollt. Teil 1 der dreiteiligen True-Crime-Serie.

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Videos
29:24

MUNDO: Unter Druck (2)

19.12.2016 23:25 Uhr

Ist Markus Mundo Mörder oder Justizopfer? Die Ex-Freundin des ermordeten Bruders will Gewissheit. Mundos Anwalt sucht indessen nach Beweisen für seine Unschuld. Teil 2 der dreiteiligen True-Crime-Serie. Video (29:24 min)

29:30

MUNDO: Im Kreuzverhör (3)

20.12.2016 23:30 Uhr

Mundo will erreichen, dass der Fall neu verhandelt wird. Profiler Harbort trägt die letzten Hinweise zusammen und erstellt ein Täterprofil. Wird der Fall endlich geklärt? Teil 3 der dreiteiligen True-Crime-Serie. Video (29:30 min)

Bei der Spurensuche des Profilers treten neue Fragen auf: Wie stichhaltig ist das Urteil der Richter? Waren die Ermittler damals voreingenommen? Und wer ist Markus Mundo: Mörder und Manipulator oder Opfer eines Justizirrtums? Er wurde in einem Indizienprozess vom Frankfurter Landgericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Indizienprozess heißt, dass es ausschließlich Indizien, also Hinweise, doch keine eindeutigen Beweise gibt. "Wir haben keine objektive Spur, keine Zeugen, keine Blutspuren, keine Fingerabdrücke, die ganz klar Markus Mundo mit der Tat in Verbindung bringen", so Staatsanwältin Miriam Haßbecker. Für die Staatsanwaltschaft ist Markus Mundo dennoch aufgrund der Indizien der Täter.

Der Tathergang laut Staatsanwaltschaft

Video
01:13

Was geschah wann? Widersprüche im Fall Mundo

Wann wurden die Leichen am Tatort abgelegt? In dem Fall Mundo hat die deutsche sowie die französische Staatsanwaltschaft ermittelt. Und sie kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Video (01:13 min)

Der Beschuldigte soll zwischen dem 11. und 15. November 2010 seinen Vater Dieter und seinen blinden Bruder Heiko Mundo erschossen haben. Er soll die Leichen in Orientteppiche aus dem Familienhaus eingewickelt und sie zusätzlich in schwarze, handelsübliche Müllsäcke gepackt haben. Dann soll er sie in seinem Van nach Frankreich gebracht und dort in der Nähe von Perpignan in der Nacht vom 15. auf den 16. November 2010 abgelegt haben. Am 21. November stieg er, das ist erwiesen, auf eine Fähre Richtung Kanaren, um dort als Mountainbike-Reiseführer zu arbeiten. Am 24. November kam er auf den Kanaren an.

Da die Leichen in Frankreich gefunden wurden, ermittelten auch die Franzosen in dem Fall. Sie kamen dabei zu einem anderen Ergebnis als die Deutschen: Die Leichen sollen erst in der Nacht vom 24. auf den 25. November abgelegt worden sein. Zu dem Zeitpunkt war Mundo bereits auf den Kanaren. Damit hätte er ein Alibi.

Blick in den Abgrund der menschlichen Psyche

In der dreiteiligen Doku-Serie "MUNDO. Die Spur des Mörders" begleiten die Filmautoren den Profiler Stephan Harbort bei seinen Ermittlungen und gewähren einen einmaligen Einblick in die Arbeit eines Fallanalytikers. "Wir haben es hier mit einem Fall zu tun, der außergewöhnlich ist", erzählt Harbort im Interview. Er inspiziert den Leichenfundort in Südfrankreich, spielt Tatabläufe nach, bewertet die Indizien neu und spricht mit Zeugen und Beteiligten. Auch die Staatsanwaltschaft und die damaligen Ermittler äußern sich zu dem Fall. Sogar der verurteilte Mörder Markus Mundo spricht mit den Filmemachern.

"MUNDO. Die Spur des Mörders" erzählt die Geschichte eines Doppelmordes voller Widersprüche, Hoffnungen und Lügen. Die Serie blickt in den Abgrund der menschlichen Psyche und entlarvt die Mordermittlungen als ein tragisches Ringen um die Deutungshoheit. Denn niemand weiß, was damals wirklich passierte. Außer dem Mörder selbst.

MUNDO. Die Spur des Mörders

Interviews

"Der Fall Mundo begleitet mich Tag und Nacht"

19.12.2016 22:55 Uhr

Der junge Anwalt Christoph Grabitz glaubt an die Unschuld seines wegen Mordes verurteilten Mandanten Markus Mundo. Er will erreichen, dass das Gericht den Fall neu aufrollt. mehr

"Das wird immer mein Leben beeinflussen"

19.12.2016 23:25 Uhr

Anfangs dachte Sandra Dittmar, Markus Mundo hätte seinen Bruder - ihren Ex-Freund - und seinen Vater ermordet. Doch während des Gerichtsprozesses änderte sie ihre Meinung radikal. mehr

Dieses Thema im Programm:

Film im NDR | 19.12.2016 | 22:55 Uhr

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