Vielfalt als Chance

Die "Charta der Vielfalt" ist eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen, die 2006 ins Leben gerufen wurde. Staatsministerin Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integrationen, befürwortet und unterstützt diese Initiative. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

Chancengleichheit - Förderung der ethnischen und kulturellen Vielfalt

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Veronica Laleye leitet die Arbeitsgruppe "Charta der Vielfalt im NDR".

Der NDR ist im November 2008 der Unternehmensinitiative "Diversity als Chance - Die Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland" beigetreten. Damit verpflichtet sich der NDR, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen und Ausgrenzung ist. Es soll eine offene Unternehmenskultur etabliert werden, die auf Einbeziehung und gegenseitigem Respekt basiert. Alle Mitarbeiter/-innen sollen Wertschätzung erfahren - unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Darüber hinaus hat sich der NDR in seinen "Leitlinien für die Programmgestaltung" freiwillig verpflichtet, mehr Integrationsarbeit in seiner Beschäftigungs­struktur und in seinen Programmen zu leisten. Eine hohe Programmqualität und eine gute Qualifikation aller Mitarbeiter/-innen stehen dabei im Vordergrund.

Seit Jahren setzt der NDR bereits auf Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie auf die Integration von Menschen mit Behinderungen. Zukünftig soll, laut Beschluss der Leitung des Hauses, die "ethnische und kulturelle Vielfalt der Gesellschaft" in den NDR Programmangeboten und der Personalstruktur stärker abgebildet werden. Die weiteren Aspekte der Charta werden dabei nicht außer Acht gelassen.

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Das offizielle Logo soll die Zielsetzung der Initiative "Charta der Vielfalt" illustrieren.

Der NDR ist der Sender für alle Menschen, primär in Norddeutschland. Er kommt seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag mit einer Vielzahl unterschiedlicher Programme nach, in denen die Ansprache von Menschen mit Einwanderungsbiographie einen Teil seiner Programmarbeit darstellt. Medien prägen die Bilder, die sich Menschen in Deutschland von Zugewanderten machen. Vielerorts gibt es noch kein ausreichendes Verständnis für die Unterschiedlichkeit von Menschen und zu wenig Offenheit für Neues. Der NDR sieht hier seine gesellschaftliche Verpflichtung, aufzuklären, und die Meinungsbildung in der Bevölkerung zu fördern. Aber gleichzeitig ist er auch Arbeitgeber für Menschen mit Einwanderungsgeschichte und zählt diese seit vielen Jahren ganz selbstverständlich zu seinen Beschäftigten. Der NDR steht für Toleranz, Respekt und Offenheit für etwas Neues.

Für die Umsetzung der "Charta der Vielfalt" im NDR wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, der Vertreter/-innen verschiedener Direktionen angehören, die sich für dieses Themenfeld interessieren bzw. sich dafür engagieren. Die Umsetzung der Aktivitäten erfolgt überwiegend in den Direktionen. Dieser verbindliche und langfristig angelegte Prozess soll aber auch Aufgabe aller Führungskräfte und Mitarbeiter/-innen im NDR sein.

Schon jetzt kann gesagt werden: Der NDR leistet bereits viel in den Themenfeldern "Migration und Integration", er wird zukünftig verstärkt integrative Strukturen im Hause schaffen und seinen Beitrag zur interkulturellen Verständigung leisten. Angesichts knapper Ressourcen soll das Projekt zunächst weitestgehend kostenneutral umgesetzt werden.

Veronica Laleye - Leitung "Charta der Vielfalt im NDR"

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