Zu wenig Feuerwehr für zu viel Land
Die Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern müssen jede Menge Land abdecken - mit immer weniger Leuten. Der Städte- und Gemeindetag hat sich mit dem Problem beschäftigt. mehr
Stell Dir vor es brennt - und keiner kommt. Was wie eine Schreckensvision klingt, könnte schon bald bittere Realität sein - jedenfalls außerhalb der großen Städte. Denn hier übernimmt die Freiwillige Feuerwehr die Versorgung bei Bränden, Unfällen und Umweltkatastrophen. Neben rund 30.000 aktiven Feuerwehrmännern und -frauen der Berufsfeuerwehr, sorgen etwa eine Million Freiwillige für Hilfe an den Einsatzorten.
Die Freiwilligen Feuerwehren haben immer weniger Mitglieder. Die Folgen sind dramatisch: Weniger Personal führt im Notfall zu schlechterer Versorgung und längeren Wartezeiten.
Alltäglicher Einsatz: Ein Carport brennt, die Freiwillige Feuerwehr verhindert das Übergreifen der Flammen.
Doch das bisher einzigartige Netz lückenloser Hilfe bekommt Risse. Immer wieder sind die Feuerwehren nicht in der gebotenen Zeit an Ort und Stelle. Oder mit weniger Einsatzkräften als gewollt. Die Feuerwehren beklagen geringer werdende Mitgliederzahlen. Die Rechnung ist so einfach wie offensichtlich: Weniger Personal führt im Notfall zu schlechterer Versorgung und längeren Wartezeiten. Eigentlich müssten die Kommunen Geld bereitstellen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Entweder, damit Berufsfeuerwehren die Aufgabe übernehmen oder um Anreize für Freiwillige zu schaffen. Doch das passiert selten. Dabei zählt im Brand- oder Katastrophenfall jede Minute. Innerhalb von wenigen Minuten kann zum Beispiel ein Gebäude im Vollbrand stehen und schließlich nicht mehr zu retten sein.
Das passierte auch Inga Rehbein aus Warder bei Rendsburg. Die Gastronomin wollte für Besorgungen nur kurz in die Stadt. Während ihr Mann zu Hause schläft, entzündet sich der Trockner. Innerhalb von Sekunden breitet sich das Feuer aus. Wolfgang Rehbein bemerkt den Brand, versucht ihn mit der Dusche zu löschen. Erfolglos. Er kommt gegen die Flammen nicht an. Schließlich gibt er auf, herbeigeeilte Nachbarn helfen ihm aus dem Haus. Als Inga Rehbein wieder zu Hause eintrifft, brennen ihr Haus und ihr Restaurant bereits lichterloh. Die Feuerwehr ist zwar nach wenigen Minuten vor Ort, aber weil Atemschutzgeräte-Träger fehlen, kann der Brandherd nicht adäquat bekämpft werden.
Nicht immer sind genug Personal und die richtige Ausrüstung schnell genug vor Ort.
Noch während der Löscharbeiten meint ein Feuerwehrmann: "Wir haben einen Wochentag, Montagvormittag. Da ist es ganz schwer Personal zu bekommen. Die meisten sind zur Arbeit und wir müssen demnach hier auch umfassend nachalarmieren." Die Folge: Das Haus brennt bis auf die Grundmauern nieder. Zwar bezahlt die Versicherung anstandslos den Schaden, doch es gibt Dinge, die nicht zu ersetzen sind. "Schmuck, Bilder, Möbel, die man geliebt hat. Die gibt’s natürlich nicht zurück", erzählt Inga Rehbein.
Fälle wie dieser sind bisher selten. Doch der demografische Wandel wird die Situation in Zukunft verschärfen, meinen Experten. Die meisten Bundesländer haben deshalb in den vergangenen Jahren Kampagnen gestartet, um dem Mitgliederschwund entgegenzuwirken. Schnupperkurse für Migranten, Straßenwerbung, Lockprämien gegen eine mehrjährige Verpflichtung bei der Feuerwehr oder Vergünstigungen in der Freizeit - die Aktionen der Kommunen und der Länder sind vielfältig - doch häufig erfolglos. Sicher ist: Brandschutz hat seinen Preis. Und den müssen Kommunen und letztlich der Steuerzahler tragen.
Ich denke, das größte Problem ist, dass die Arbeitgeber in der Privatwirtschaft es als Negativkriterium bei der Einstellung sehen, wenn man in der Freiwilligen Feuerwehr ist, da mit Ausfallzeiten zu... [mehr]
Lustig ist auch, dass am Sterben der Ortsfeuerwehren deutlich wird, dass Multikulti gescheitert ist. Wenn es heißt, dass der demographische Wandel durch Zuwanderer gestoppt sei, merken traditionell... [mehr]
Hallo, also als erste Mal sollte der Beitrag von Harald gelöscht werden, liebe Redaktion! Wo sind wir denn hier? Heut zu Tage sollte jede Gemeinde, Stadt oder oder doch froh sein Mitmenschen zu... [mehr]
Überall das gleiche
Der Bericht hatte es schon angesprochen. Migranten(dummes Wort denn es heisst Wanderer-aber vielleicht stimmt es in dem Fall auch denn warum sollten Wanderer irgendwo Mitglied werden wenn sie... [mehr]
Rahmenbedingungen durch Politik ändern!
Die Rahmenbedingungen durch die Politik müssen viel weiter ausgebaut und massiv verändert werden: - Viele Kameraden nehmen Urlaub um an Ausbildungen die eine ganze Woche betragen teilzunehmen - es... [mehr]