Mit Tabea Zimmermann in Celle

Tabea Zimmermann wurde für ihre CD mit Werken von Hindemith für Viola und Orchester 2014 mit dem Echo Klassik als Instrumentalistin des Jahres ausgezeichnet.

Gemeinsam mit Tabea Zimmermann, einer der bedeutendsten Bratscherinnen unserer Zeit, war die NDR Radiophilharmonie zu Gast in Celle. Die Solistin interpretierte Berlioz' "Harold in Italien", einst in Auftrag gegeben von keinem Geringeren als Niccolò Paganini. Das Thema Italien zog sich auch durch Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 4, die "Italienische".

NDR Radiophilharmonie unterwegs
Fr, 08.01.2016 | 20 Uhr
Celle, Congress Union (Thaerplatz 1)

NDR Radiophilharmonie
Andrew Manze Dirigent
Tabea Zimmermann Viola

HECTOR BERLIOZ
"Harold in Italien", Sinfonie mit Solo-Bratsche op 16
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Sinfonie Nr. 4 A-Dur op 90 "Italienische"

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Die Bratsche als Sprachrohr

Berlioz, 1830 mit dem Rompreis ausgezeichnet, nutzte seinen Aufenthalt in der Ewigen Stadt vorrangig für Wanderungen in den Abruzzen. Diese Erfahrungen schlugen sich vier Jahre später in einer Programmsinfonie nieder, deren Inhalt an die berühmte Verserzählung "Childe Harold" angelehnt ist: Wie Byron schickt auch Berlioz seinen Helden auf Sinnsuche gen Süden. Zu seinem Sprachrohr wird die Solobratsche, auf Anregung Paganinis.

Videos
03:50 min

"Das perfekte Werk, das man sich wünschen kann"

Auch wenn Felix Mendelssohn Bartholdy mit seiner 4. Sinfonie, der "Italienischen", nicht zufrieden war, ist Andrew Manze, Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie, überzeugt: Es ist ein Meisterwerk. Video (03:50 min)

Solistin von internationalem Renommee

Den anspruchsvollen Solopart übernahm eine der bedeutendsten Bratscherinnen weltweit: Tabea Zimmermann. Einst die jüngste Musikprofessorin Deutschlands, kann Zimmermann heute auf eine Vielzahl internationaler Auszeichnungen zurückblicken: von Wettbewerbssiegen in Genf, Paris und Budapest über Echo Klassikpreise bis zu den Verdienstorden diverser Bundesländer. 2015 berief man sie zur Künstlerischen Leiterin der Bonner Beethoven-Woche.

Andenken an eine Italienreise

Auch Mendelssohn kehrte nicht ohne reichen musikalischen Ertrag aus Italien zurück. Schon 1833 wurde seine A-Dur-Sinfonie, die "Italienische", in London uraufgeführt, doch feilte er bis zu seinem Tod immer wieder an dem Werk. Vitale Heiterkeit, wehmütige Prozessionsgesänge und ein dämonisch wirbelnder Saltarello geben der Musik ihr ganz eigenes Gepräge.