Mit Flötenquartetten in die Kammermusik-Matineen

Claude Debussy verarbeitete in den "Six Épigraphes antiques" für Klavier Teile einer Schauspielmusik, in der Kammermusik-Matinee zu hören als Fassung für Flötenquartett.

Bei der 1. Kammermusik-Matinee der NDR Radiophilharmonie präsentierten Heike Malz (Flöte) und Lena Schneider (Viola) zusammen mit der Geigerin Lucja Madziar und dem Cellisten Jan Hendrik Rübel Werke von Claude Debussy und Wolfgang Amadeus Mozart.

1. Kammermusik-Matinee
So, 03.09.2017 | 11.30 Uhr
Hannover, Kleiner Sendesaal des NDR (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

Heike Malz Flöte
Lucja Madziar Violine
Lena Schneider Bratsche
Jan Hendrik Rübel Cello
Christian Edelmann Moderation

WOLFGANG AMADEUS MOZART
Aus: Sechs Präludien und Fugen KV 404a nach Johann Sebastian Bach
für Violine, Viola und Violoncello
CLAUDE DEBUSSY
6 Epigraphes für Flötenquartett
WOLFGANG AMADEUS MOZART
Flötenquartett D-Dur KV 285

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Von Debussy, der schon im geplanten Programm einen Schwerpunkt bildete, kamen die Six Epigraphes Antiques zu Gehör. Man kennt diese sechs Stücke in antikisierender Manier als Werk für Klavier vierhändig, es gibt jedoch auch eine ältere Kammermusikfassung mit Flöte. Insofern bedeutet die Bearbeitung für Flötenquartett durch den Pariser Flötisten Bernard Chapron eine Art Rückkehr zu den kompositorischen Wurzeln.

Eleganz und Serenaden-Atmosphäre

Ein originales Werk für Flöte und Streichtrio ist das Quartett D-Dur, das Mozart auf Bestellung eines Mannheimer Arztes schrieb. Mannheimer Stileigenarten sind darin reichlich zu finden: Eleganz, melodischer Schmelz und eine geradezu zauberhafte Serenaden-Atmosphäre im Mittelsatz. Ergänzt wurde das Programm durch einige Fugen Bachs, die Mozart für Streichtrio bearbeitete und denen er eigene Präludien voranstellte.