Mari und Momo Kodama spielen Martinu

Die beiden Schwestern Mari und Momo Kodama, beide gefeierte Pianistinnen, treten regelmäßig als Duo auf. Unter anderem spielten sie gemeinsam die Uraufführung von Jean-Pascal Beinthus' Double Piano Concerto.

Im zweiten Konzert des Ring A bot die NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Lawrence Foster mit Antonin Dvořáks Slawischen Tänzen einen temperamentvollen Konzertabend. Davor präsentierten die Pianistinnen Mari und Momo Kodama Bohuslav Martinus Konzert für zwei Klaviere.

2. Konzert Ring A
Do, 17.11.2016 | 20 Uhr
Fr, 18.11.2016 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal des NDR (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

NDR Radiophilharmonie
Lawrence Foster Dirigent
Mari Kodama Klavier
Momo Kodama Klavier

FRANZ LISZT
"Orpheus", Sinfonische Dichtung Nr. 4 S 98
BOHUSLAV MARTINU
Konzert für zwei Klaviere und Orchester
ANTONÍN DVOŘÁK
Slawische Tänze op. 46

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Osteuropäische Sinfonik

Lawrence Foster, derzeit Musikalischer Leiter der Philharmoniker von Marseille, hat rumänische Wurzeln, und das schlug sich auch im Programm seines diesjährigen NDR Gastspiels nieder, das ganz auf osteuropäische Sinfonik setzte. Im Zentrum stand dabei Bohuslav Martinus Konzert für zwei Klavier und Orchester. Solistinnen waren die Schwestern Mari und Momo Kodama: Die Brendel-Schülerin Mari hat sich in den letzten Jahren vor allem mit Beethoven-Einspielungen einen Namen gemacht, während Momo, jüngste Preisträgerin beim Münchener ARD-Wettbewerb, mit Messiaen-Interpretationen bekannt geworden ist.

Humanismus und nationalslawische Tonfälle

Umrahmt wurde Martinus Konzert von Franz Liszts Tondichtung "Orpheus" und den Slawischen Tänzen op. 46, mit denen Antonín Dvořák quasi über Nacht berühmt wurde. Während die Sinfonische Dichtung des Deutsch-Ungarn Liszt auf einen grenzüberschreitenden Humanismus zielt, bedienen sich Dvořáks mitreißende Tänze ganz bewusst nationalslawischer Tonfälle.