Francesco Piemontesi spielt Brahms

Unter der Leitung ihres Chefdirigenten Andrew Manze spielte die NDR Radiophilharmonie im Ring A die 2. Sinfonie von Jean Sibelius. Der mehrfach ausgezeichnete Pianist Francesco Piemontesi war mit dem 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms zu Gast.

Andrew Manze, Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie © NDR

"Die Gänsehaut ist nie verflogen"

Für diese Sinfonie schwänzte der Chefdirigent sogar eine Schulstunde: Mit der emotionalen 2. Sinfonie von Sibelius werden für Andrew Manze einige Kindheitserinnerungen lebendig.

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5. Konzert Ring A
Do, 16.02.2017 | 20 Uhr
Fr, 17.02.2017 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal des NDR (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

NDR Radiophilharmonie
Andrew Manze Dirigent
Francesco Piemontesi Klavier

JOHANNES BRAHMS
Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15
JEAN SIBELIUS
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

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Seit 2013 ist der Pianist Francesco Piemontesi künstlerischer Leiter der Settimane Musicali in Ascona.
Romantik und Perfektion

Auf die Zusammenarbeit mit Piemontesi hatte sich Manze ganz besonders gefreut; schon mehrfach haben sich die Wege der beiden Musiker gekreuzt. Piemontesi ist in den bedeutendsten Konzertsälen der Welt zu Hause, etwa in der Londoner Wigmore Hall, wo er gerade sämtliche Klavierkonzerte Mozarts zyklisch präsentierte. "Großartig", urteilte die Frankfurter Allgemeine Zeitung über Piemontesis Interpretation des 2. Brahms-Konzerts: "subtile Anschlagtechnik, expressiv ausgespielte Romantik, technische Perfektion". In Hannover präsentierte er das Konzert Nr. 1, Brahms' Sorgenkind, das in puncto Ausdruckstiefe noch einmal ganz andere Herausforderungen bereithält.

Sinfonische Panoramen

Welche Sinfonie stellt man einem derartigen Ausnahmewerk an die Seite? Andrew Manze, gern gesehener Gast in Skandinavien, hatte sich für Jean Sibelius' Zweite entschieden. Ein weiteres nordisches Schwerblut also, das in diesem Fall aber geradezu mediterran heiter daherkommt - kein Wunder, entstanden Teile der Musik doch in Italien. Mit Brahms, seinem deutschen Pendant, verbindet den Finnen Sibelius die Fähigkeit, aus kleinsten melodischen Einheiten große Zusammenhänge zu formen: sinfonische Panoramen wie aus einem Guss.