Sendedatum: 02.07.2017 11:00 Uhr

Mozart mit Marc-André Hamelin

Er gilt als ein "Supervirtuose" unter den Pianisten: Marc-André Hamelin war mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 17 G-Dur KV 453 im Ring C zu Gast. Zum Abschluss der Reihe in dieser Saison präsentierte Andrew Manze im Anschluss Bruckners 9. Sinfonie - seine letzte, deren Finalsatz unvollendet geblieben ist.

Andrew Manze, Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie © NDR

Wiener Klassik in neuen Dimensionen

Sie ist "eines der großen unvollendeten Musikwerke": Andrew Manze erklärt, was ihn an Bruckners 9. Sinfonie fasziniert und was sie mit den klassischen "Wiener" Sinfonien verbindet.

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Ring C 4
Do, 18.05.2017 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal des NDR (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

NDR Radiophilharmonie
Andrew Manze Dirigent
Marc-André Hamelin Klavier

WOLFGANG AMADEUS MOZART
Klavierkonzert Nr. 17 G-Dur KV 453
ANTON BRUCKNER
Sinfonie Nr. 9 d-Moll

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Der Pianist Marc-André Hamelin ist als Erforscher des pianistischen Spektrums bekannt. Für seine zahlreichen brillanten Einspielungen erhielt er mehrfach den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Der Pianist Marc-André Hamelin hat Grenzen verschoben: Scheinbar Unspielbares präsentiert er mit einer Selbstverständlichkeit, die ihm den Beinamen "Supervirtuose" einbrachte. Dabei gilt Hamelins Aufmerksamkeit weniger dem Standardrepertoire als den Entdeckungen abseits der Hauptpfade, den Werken Alkans, Busonis, Medtners und Rzewskis etwa. Für diese Repertoireerweiterung gab es zahlreiche Auszeichnungen, vom Echo Klassik bis zum Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Ein Klavierkonzert mit Opernklängen

Bei seinem Debüt mit der NDR Radiophilharmonie erlebte man den Kanadier allerdings von einer ganz anderen Seite: mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Klavierkonzert G-Dur KV 453 gehört zu Mozarts heitersten Werken, im Tonfall dem kurz danach entstandenen "Figaro" verwandt. Nicht zufällig klingt seine Schlusspassage wie ein auf das Orchester übertragenes Opernfinale.

Kompositorisches Vermächtnis

In eine völlig andere musikalische Welt führte Anton Bruckners 9. Sinfonie, einer der großen Torsi der abendländischen Klassik. Fast zehn Jahre, von 1887 bis zu seinem Tod 1896, rang Bruckner mit diesem Werk, das sein kompositorisches Vermächtnis werden sollte. Jede Aufführung der Neunten steht vor dem Problem, wie sie es mit dem nur fragmentarisch überlieferten Finale halten soll. In Hannover verzichtete Andrew Manze auf Rekonstruktionsversuche: Zu Gehör kamen die drei vollendeten Sätze der Sinfonie.

Dieses Thema im Programm:

NDR Radiophilharmonie | 02.07.2017 | 11:00 Uhr