Greetings from New York

 

Sendetermine

Jazz im NDR #2: Dejan Terzic "Axiom"
Sonnabend, 29. April 2017, 22:05 bis 23:00 Uhr, NDR Info
Wiederholung auf NDR Blue: Dienstag, 02. Mai 2017, 23:05 bis 24:00 Uhr

Jazz im NDR #2: Tomasz Stanko New York Quartet
Sonnabend, 06. Mai 2017, 22:05 bis 23:00 Uhr, NDR Info
Wiederholung auf NDR Blue: Dienstag, 09. Mai 2017, 23:05 bis 24:00 Uhr

Sie spielen Quartett: Mit DejanTerzic und Tomasz Stanko kommen zwei große Könner mit ihren Ensembles ins Rolf-Liebermann-Studio in Hamburg.

Im zweiten NDR Jazz Konzert 2017 waren gleich zwei Quartette mit New Yorker Prägung und echter Sogwirkung zu erleben: das Dejan Terzic Quartett "Axiom" und das Tomasz Stanko New York Quartet.

Konzert #2
Do, 06.04.2017 | 20 Uhr
Fr, 07.04.2017 | 20 Uhr
Hamburg, Rolf-Liebermann-Studio (Oberstraße 120)

Set 1:
Dejan Terzic "Axiom"
Chris Speed Saxofon, Klarinette
Bojan Z Piano, Fender Rhodes
Phil Donkin Bass
Dejan Terzic Drums

Set 2:
Tomasz Stanko New York Quartet
Tomasz Stanko Trompete
Alexi Tuomarila Piano
Reuben Rogers Bass
Gerald Cleaver Drums

Hinweis:
Das Parken auf dem Gelände des NDR ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Es werden Taschenkontrollen durchgeführt.

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Den Himmel mit der Straße verbinden: Dejan Terzic "Axiom"

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Dejan Terzic und sein Quartett Axiom stehen für internationale Kreativität mit Sogwirkung.

Geboren im bosnischen Banja Luka, aufgewachsen und musikalisch sozialisiert in Nürnberg, verfeinert in New York und vollendet in Berlin. Dejan Terzic muss einfach nach Vielem klingen. Seine Musik ist absolut international. Sie verbindet den Kopf mit den Füßen, den Himmel mit der Straße. Geradezu soghafte, minimalistische Einheiten entstehen, wachsen dynamisch, schichten sich raffiniert und verteilen sich auf die vier Instrumente. Mechanisch klingt das nicht, denn hier gestalten starke Typen: Saxofonist Chris Speed und Bassist Matt Penman sind zwei der kreativsten und gefragtesten Musiker der New Yorker Szene. Bojan Z. ist nicht nur auf dem Fender Rhodes wegweisend für eine ganze Generation von Jazzpianisten. In Szene gesetzt werden sie von ECHO Jazz-Preisträger Dejan Terzic.

Dejan, in dieser Band spielen Sie mit guten Freunden zusammen. Nur mit Bojan Z waren Sie vorher noch nicht auf der Bühne ...

Dejan Terzic: ... aber wir kennen uns schon ewig. Mein Onkel in Belgrad war Bojans erster Musiklehrer. Sein Sohn - mein Cousin - hatte ein Rocktrio mit Bojan. Der spielte damals noch Schlagzeug. Etwa 1982 habe ich mal einen Auftritt der drei gesehen. Da fing ich selbst gerade erst an zu spielen.

Inzwischen gehören Sie beide zu den Hauptfiguren der aktuellen Jazzszenen in Frankreich bzw. Deutschland.

Terzic: Ja, wir trafen uns auch immer wieder bei verschiedenen Festivals. Aber ich war in den vergangenen Jahren sehr mit meinem Quartett Melanoia beschäftigt, dann mit der Oktett-Version davon. Erst als ich 2014 Chris Speed wiedertraf, gab es so einen Impuls, endlich eine Band mit Bojan zusammenzubringen.

Was bedeutet der etwas sperrige Bandname "Axiom"?

Terzic: Einerseits ist das ein Begriff aus der Mathematik, weil die eine Komponente dieser Musik ist, die man aber nicht unbedingt hört. Es gibt polymetrische Verschiebungen: wenn z. B. das Klavier das Thema in einem 5er-Takt spielt und der Rest der Band spielt im 7er. Aber ein Axiom ist auch ein theoretischer Grundsatz, der allgemein anerkannt wird. Wir sind ja nun im mittleren Alter. Wir sind vier Leute, die sich nichts mehr beweisen müssen; die einfach miteinander kommunizieren. Und das ergibt einen erstaunlich homogenen Klang, finde ich.

Das Interview führte Tobias Richtsteig.