Jenseits aller Jazz-Klischees

Sie eröffnen die Reihe der NDR Jazz Konzerte 2017: der französische Gitarrist Sylvain Luc und die deutsche Saxofonistin Charlotte Greve.

Im ersten Jazzkonzert 2017 traf das Lisbeth Quartett auf Altsaxofonist Antonin Tri Hoang. Im zweiten Set gehörte die Bühne dem französischen Saitenwunder Sylvain Luc und Trompeten-Lyriker Stéphane Belmondo, die gemeinsam mit den iranischen Perkussionisten Keyvan und Bijan Chemirani einen Auftritt jenseits aller üblichen Grenzen hinlegten.

Konzert #1
Do, 23.02.2017 | 20 Uhr
Fr, 24.02.2017 | 20 Uhr
Hamburg, Rolf-Liebermann-Studio (Oberstraße 120)

Set 1:
Lisbeth Quartett feat. Antoni Tri Hoang
Charlotte Greve Saxofon
Antonin Tri Hoang Saxofon
Manuel Schmiedel Piano
Marc Muellbauer Bass
Moritz Baumgärtner Drums

Set 2:
Sylvain Luc, Chemirani Brothers and Stéphane Belmondo
Sylvain Luc Gitarre
Stéphane Belmondo Trompete
Keyvan Chemirami Percussion
Bijan Chemirami Percussion

Hinweis:
Das Parken auf dem Gelände des NDR ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Es werden Taschenkontrollen durchgeführt.

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Seelenverwandtschaft am Saxofon

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Seelenverwandte am Saxofon: Antonin Tri Hoang (links) und Charlotte Greve.

Charlotte Greve und ihre Mitstreiter Manuel Schmiedel, Marc Muellbauer und Moritz Baumgärtner sind als "Lisbeth Quartett" seit Jahren ein herausragendes, eingespieltes Team. Spannend, wenn sich eine solche Formation für einen Gast öffnet. 2015 traf das Quartett beim Berliner Jazzdor Festival auf den französischen Altsaxofonisten Antonin Tri Hoang. Auf der Bühne waren zwei seelenverwandte Saxofonisten zu erleben. Ihr Spiel war nicht nur perfekt miteinander verwoben, sie klangen zuweilen sogar wie eine einzige Stimme - mit faszinierenden Melodiebögen, frei von allen Jazzklischees. Höchste Zeit, dieses seltene und besondere Projekt nach Hamburg einzuladen.

Über alle Grenzen

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Sylvain Luc (Mitte) und die Chemirami Brothers Bijan und Keyvan - ein Projekt jenseits aller Klischees.

Das französische Saitenwunder Sylvain Luc war schon 2008 zu Gast im NDR, damals im Duo mit Bireli Lagrène. Ob er nun die akustische oder die E-Gitarre spielt, Jazzklassiker, Funk und Soul oder den freien Gedankenaustausch sucht - Luc brilliert in allen Situationen. Jetzt präsentiert er eine alle Grenzen sprengende Formation. Gemeinsam mit dem Trompeten-Lyriker Stéphane Belmondo trifft Luc auf zwei iranische Perkussionisten: Die Brüder Bijan und Keyvan Chemirani beherrschen das traditionelle Spiel meisterhaft, agieren zugleich aber mit einer erstaunlichen Offenheit, sodass sie auch von der Jazzwelt umworben sind - u.a. von Louis Sclavis, Omar Sosa und Renaud Garcia-Fons.