"Into Iceland"-Festival: Bach & Iceland

Er gilt als Ausnahmetalent: der isländische Pianist Víkingur Ólafsson.

Für viele Musiker und Musikliebhaber sind die Werke von Johann Sebastian Bach das Alpha und das Omega ihres musikalischen Alphabets. Auch an Anfang und Ende das Recital-Programms von Víkingur Ólafsson und Sæunn Thorsteinsdóttir im Rahmen des "Into Iceland"-Festivals standen zwei Solowerke des großen Thomaskantors. Dazwischen stellen Ólafsson und Thorsteinsdóttir drei Werke zeitgenössischer isländischer Komponisten vor.

"Into Iceland"-Festival
Sa, 11.02.2017 | 18 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Víkingur Ólafsson Klavier
Sæunn Thorsteinsdóttir Violoncello

JOHANN SEBASTIAN BACH
Partita Nr. 6 e-Moll BWV 830 aus: Clavierübung I
DANÍEL BJARNASON
"Two Impressions" für Klavier solo
(Uraufführung, Auftragswerk des NDR)
JÓN NORDAL
"Pictures on a Panel Wall" für Violoncello und Klavier
ÞURÍÐUR JÓNSDÓTTIR
"48 Images of the Moon" für Violoncello solo und Elektronik
(Uraufführung, Auftragswerk des NDR)
JOHANN SEBASTIAN BACH
Suite für Violoncello solo Nr. 3 C-Dur BWV 1009

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Ein bekennender Glenn-Gould-Fan

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Charisma und emotionale Intensität verbindet die beiden isländischen Musiker Sæunn Thorsteinsdóttir und Víkingur Ólafsson miteinander.

Das Bach im musikalischen Universum des Víkingur Ólafsson eine so große Rolle spielt, hat wohl auch damit zu tun, dass der isländische Pianist ein bekennender Glenn-Gould-Fan ist. Zum 80. Geburtstag seines Vorbildes entwarf Ólafsson 2012 ein Konzertprogramm, in dessen erster Hälfte Werke von Bach im Zentrum standen, während die zweite Hälfte um eine von Goulds Lieblingsvorstellungen kreiste: "Die Idee des Nordens". So lautet der Titel eines Radio-Features, das Gould 1967 für den kanadischen Sender CBC produzierte.

Bach und "Die Idee des Nordens"

Auch im Team mit seiner Cello-Kollegin Sæunn Thorsteinsdóttir kombinierte Ólafsson Werke von Bach mit Reflektionen darüber, wie der Norden klingt, und was seine Menschen ausmacht. Mit einer Uraufführung von Daníel Bjarnason, einem neuen Stück von Thurídur Jónsdóttir und einem Werk des Grandseigneur Jón Nordal gaben Ólafsson und Thorsteinsdóttir einen Überblick über einen Klassiker und neuste Entwicklungen der isländischen Musikszene.

Das Festival

"Into Iceland"-Festival

Bei ihrem dreitägigen Festival "Into Iceland" in der Elbphilharmonie erkundeten die NDR Ensembles gemeinsam mit NDR Kultur und N-JOY die isländische Musik- und Literaturszene. mehr