Gabriela Montero zu Gast auf Kampnagel

Für Pianistin Gabriela Montero ist Improvisation die natürlichste Art, sich musikalisch auszudrücken.

Temperament, Tanz, heiße Rhythmen. Sonne im Hamburger November. Seine Konzertreihe auf Kampnagel eröffnete das NDR Sinfonieorchester mit einem musikalischen Ausflug nach Lateinamerika.

Sa, 22.11.2014 | 20 Uhr
Hamburg, Kampnagel

Carlos Prieto Dirigent
Gabriela Montero Klavier

SILVESTRE REVUELTAS
Sensemayá
SERGEJ RACHMANINOW
Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18
ALBERTO GINASTERA
Estancia – Suite
CARLOS CHÁVEZ
Sinfonía india
ARTURO MÁRQUEZ
Danzón No. 2
JOSÉ PABLO MONCAYO
Huapango

Anschließend:
Improvisationen mit Gabriela Montero

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Und wer hätte für diese "Noche Latina" eine bessere Solistin sein können als die venezolanische Pianistin und Improvisationskünstlerin Gabriela Montero? Zugleich gab der junge charismatische Mexikaner Carlos Miguel Prieto sein Debüt am Dirigentenpult des Orchesters.

Interaktion mit dem Publikum

Das Improvisieren ist für sie die natürlichste und spontanste Art, sich musikalisch auszudrücken. Und so überrascht Gabriela Montero in ihren Konzerten immer wieder aufs Neue, wenn sie sich vom Publikum Melodien vorsingen lässt, aus denen sie dann – ganz aus der Lamäng – am Klavier ein beeindruckendes klassisches Musikstück zaubert.

Klavierkonzert-Schlager

Natürlich aber überzeugt Montero auch bei vorgegebenen Noten als eine Pianistin mit "rhythmischem Brio, stählerner Kraft, seelenvollem Lyrismus und unsentimentaler Expressivität" (The New York Times). Rachmaninows Zweites Klavierkonzert, dessen unsterbliche Melodien vielfach in Film, Fernsehen und Popmusik verwendet wurden, wurde 1901 in Russland uraufgeführt. Vor allem aber in den USA löste der amerikanische Exilant damit regelmäßig Begeisterungsstürme aus.

¡Olé! auf Kampnagel

Von Nordamerika nach Mittelamerika: Der Rest des Abends stand ganz im Zeichen fetziger Rhythmen und orchestraler Eruptionen. Carlos Prieto dirigierte Musik von mexikanischen Landsmännern wie Silvestre Revueltas oder Arturo Márquez, dessen "Danzón No. 2" längst weltberühmt geworden ist.  

Das Orchester beginnt, zu sexy Salsa-Rhythmen zu tanzen. Das Publikum flippt aus. Ich habe nie so etwas gesehen. "The Guardian" über eine Aufführung von Arturo Márquez’ "Danzón No. 2"