NDR Das Alte Werk: Die Glut weitertragen

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Ton Koopman (rechts neben Cembalistin Tini Mathot) war seit Anfängen der Konzertreihe ein immer wieder gern gesehener Gast beim NDR.

NDR Das Alte Werk hält die Geschichte der Musik lebendig. Die traditionsreiche Konzertreihe ist der Pflege und der Wiederentdeckung von Werken der abendländischen Musikgeschichte gewidmet. Vom gregorianischen Choral bis an die Schwelle unserer Zeit reicht dabei das historische Spektrum. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen selten zu hörende Werke, dargeboten auf höchstem Niveau von international renommierten Solisten und Ensembles. Seit sechs Jahrzehnten ist Das Alte Werk somit die führende Plattform für Alte Musik im norddeutschen Raum.

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Auch Trevor Pinnock gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten der Konzertreihe.
Pionierzeit der Alten Musik

Die Konzertreihe NDR Das Alte Werk wurde 1954 gegründet. Ihre Anfänge fallen in die Pionierzeit der Alte-Musik-Bewegung. Nikolaus Harnoncourt oder Gustav Leonardt gründeten damals ihre Ensembles und machten sich auf, den originalen Klang alter Musik wiederzuentdecken. Seither begleitet die Reihe die Renaissance der Alten Musik durch alle ihre Wandlungen hindurch. Die Mitschnitte der Konzerte aus 60 Jahren bieten eine klingende Interpretationsgeschichte: Zu den ersten Gästen zählten I Musici di Roma und I Solisti Veneti; später folgten die Originalklangensembles und Alte-Musik-Spezialisten von Piffaro, Musica Antiqua Köln, der Academy of Ancient Music, dem Amsterdamer Barockorchester u.v.m. Doch auch stilistisch so vielfältige Ensembles wie die King’s Singers waren bereits Ende der 1970er-Jahre bei Das Alte Werk zu Gast.

Über Grenzen hinaus

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Hochkaräter als Stammgast: die Akademie für Alte Musik Berlin.

Heute bietet Das Alte Werk einen Überblick über die reiche und differenzierte Szene für Alte Musik: Max Emanuel Cencic, Dorothee Oberlinger, die Akademie für Alte Musik oder die Accademia Bizantina u.v.m. sind in den Abonnementkonzerten regelmäßig zu Gast. Zugleich wagt Das Alte Werkimmer wieder Schritte über die Grenzen der Einzelkünste und Genres hinaus: In speziell konzipierten Sonderkonzerten wird die Musik früherer Epochen eingebunden in einen weiteren, kulturgeschichtlichen Zusammenhang, dabei ergänzen sich thematisch gebundene Ausstellungen und entsprechende Konzerte. Zusammen mit Musikern der NDR Bigband erkunden Alte-Musik-Ensembles wie L’Arpeggiata die Gemeinsamkeiten mit den Improvisationskünstlern des Jazz. Und selbst Uraufführungen zeitgenössischer Werke für historische Instrumente gehören heute zur musikalischen Bandbreite von Das Alte Werk.

Die Glut weitertragen

Nicht die Asche bewahren, sondern die Glut weitertragen, das ist nach einem Wort von Gustav Mahler die Maxime echter Traditionspflege. In diesem Sinne bietet Das Alte Werk für junge Leute ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Einblicke in die Geschichte der Musik für die Konzertgänger der Zukunft. Seit 2005 gehören auch Kinder- und Familienkonzerte fest zum Profil der Reihe Das Alte Werk.