Telemann-Festival: "Der Tag des Gerichts"

Sie sind Spezialisten für Alte Musik - und dem Publikum der Reihe NDR Das Alte Werk aus vielen Konzerten wohlbekannt: Die Musikerinnen und Musiker der Akademie für Alte Musik Berlin.

Was bleibt? Zum Abschluss des Telemann-Festivals der Reihe NDR Das Alte Werk stellt der NDR Chor gemeinsam mit den Musikern der Akademie für Alte Musik Berlin und namhaften Solisten mit Telemanns "Tag des Gerichts" die Frage nach Glaube und Unglaube.

Abschlusskonzert des Telemann-Festivals
So, 03.12.2017 | 20 Uhr
Hamburg, Laeiszhalle (Johannes-Brahms-Platz 1)

19 Uhr: Einführungsveranstaltung mit Habakuk Traber im Kleinen Saal

Akademie für Alte Musik Berlin
NDR Chor
Philipp Ahmann Leitung
Lydia Teuscher Sopran
Sophie Harmsen Alt
Tilman Lichdi Tenor
Ludwig Mittelhammer Bass

GEORG PHILIPP TELEMANN

  • Motette "Halt was du hast" TWV 8:9
  • "Deus judicium tuum" - Grand Motet (Psalm 71) für Soli, Chor und Orchester TWV 7:7
  • "Der Tag des Gerichts" - Singgedicht für Soli, Chor und Orchester TWV 6:8

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Die letzten Dinge

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Der NDR Chor ist einer der international führenden Kammerchöre.

Im Konzert der Akademie für Alte Musik Berlin und des NDR Chors geht es um die letzten Dinge. Seine Vertonung des 71. Psalms "Deus judicium tuum" ("Herr, ich traue auf dich") schrieb Telemann für Paris und wählte dafür eine Form, die so nur in der französischen Kirchenmusik gebräuchlich war: die Grand Motet. Wie der Komponist nicht ohne Stolz berichtet, wurde das Stück 1738 "im Concert spirituel von bey nahe hundert auserlesenen Personen, in dreien Tagen zweimahl, aufgeführet".

Sieg des Glaubens

Telemanns Singgedicht "Tag des Gerichts" von 1760 nach Worten des Rellinger Pastor Christian Wilhelm Alers war dagegen fürs Hamburger Publikum gedacht. In dem in vier "Betrachtungen" untergliedertem Oratorium streiten sich die Vernunft, der Unglaube, ein Spötter und die Andacht über die letzten Dinge: "Gericht? Ich lache der Gefahren, die schon seit Millionen Jahren des Aberglaubens Schrecken waren", singt der freigeistige Unglaube. Doch am Ende siegt (natürlich) der Glaube.

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