Stand: 16.03.2015 12:25 Uhr  | Archiv

Oettinger fordert Europäisierung digitaler Politik

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EU-Kommissar Günther Oettinger sprach sich dafür aus, den Rahmen für die IT-Wirtschaft stärker von Brüssel aus zu setzen.

EU-Digitalkommissar Günther Oettinger fordert eine Europäisierung der digitalen Politik. Beim Auftakt der CeBIT in Hannover erklärte er, nationale Gebietsgrenzen stammten aus der Zeit des Wiener Kongresses und Napoleons und - so Oettinger wörtlich - "Napoleon hat von Digitalisierung noch nicht viel gewusst". Internationale Konzerne akzeptierten heute keine gesetzgeberische Kleinstaaterei mehr. Zwar müsse nicht alles europäisch zentralisiert werden. Aber wie in anderen zentralen Wirtschaftsbereichen gehe gerade in der Digital-Wirtschaft kein Weg an gemeinsamen Standards vorbei. Das könne nur die EU leisten.

Branche bleibt Jobmotor

Oettinger betonte, eine einheitliche europäische Politik in Sachen Digitalisierung genieße in den kommenden vier Jahren in der Juncker-Kommission absolute Priorität. Die Wachstumschancen seien gut, die Branche bleibe ein Jobmotor. So gehe die EU-Kommission davon aus, dass in Europa Jahr für Jahr 150.000 zusätzliche IT-Spezialisten gebraucht werden, so Oettinger.

Am Mittwoch: Video-Schalte zu Edward Snowden

Oettinger sprach im Rahmen des Diskussionsforums Global Conferences. Hier werden in den kommenden Tagen weitere hochkarätige Redner erwartet. Höhepunkt ist am Mittwoch um 17 Uhr ein Auftritt von Edward Snowden, der per Video-Schalte in Hannover sprechen wird.

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