Stand: 17.09.2014 12:48 Uhr  | Archiv

Mittagsklicks: Internet schuld an sinkender Wahlbeteiligung?

von André Kroll

Was tut sich im Netz? ZAPP empfiehlt heute diese Links für die Mittagspause:

Internet schuld an sinkender Wahlbeteiligung?

Bild vergrößern
Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat die Wahlbeteiligung enorm abgenommen - auch in Schleswig-Holstein.

Kaum eine Wahl in Deutschland vergeht, ohne dass im Nachgang über die sinkende Wahlbeteiligung diskutiert wird. Schnell wird dann als Grund die Politikverdrossenheit ins Feld geführt, genährt durch das Ohnmachtsgefühl der Bürger. Drei Wissenschaftler haben nun einen weiteren Grund gefunden: das Internet. In einer Studie untersuchten sie das Aufkommen des schnellen Internets (DSL-Verbreitung) in Deutschland, die damit einhergehende Veränderung des Medienkonsums und parallel dazu die Wahlbeteiligung. Ergebnis:

"Even though the Internet is a new medium for delivering political information at low cost, it also offers consumers various entertainment possibilities. Indeed, our results reveal that having access to high-speed Internet increases entertainment consumption. This potentially crowds out news consumption, reducing voters’ political information and thus voter turnout."

Was übersetzt so viel heißt wie: Schnelleres Internet fördert die Nutzung unterhaltender Inhalte wie YouTube, das auf Kosten von meinungsbildenden Medien und Inhalten geht und somit die Wahlbeteiligung zurückgehen lässt. Eine spannende Studie, über die sich herrlich streiten lässt. Erst recht vor dem Hintergrund einer weiteren Studie, die die positiven Möglichkeiten des Internets für die Politik untersucht hat. Die kommt zu folgendem Schluss: "Politische Kommunikation über Social Media ist nach den Befunden der Studie in der Lage, die Beziehung zwischen Politikern und Bürgern über klassische Massenmedien hinaus zu vitalisieren und verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen."

Apple führt Zwei-Faktoren-Authentifizierung ein

Bild vergrößern
In der Cloud können Nutzer ihre Daten speichern und über alle Geräte abrufen - das ist praktisch, birgt aber auch Risiken.

Nach dem Wirbel um die aus der iCloud von Promis kopierten Bilder und deren Veröffentlichung hat Apple nun sein Sicherheitssystem verbessert. Die Zwei-Faktoren-Authentifizierung wird nun auch auf die iCloud ausgedehnt. Wer über das Portal Anwendungen wie Kalender oder Mail nutzen will, muss einen Code eingeben, der aufs iPhone geschickt wird. Auch für Apps von Drittanbietern wird in Zukunft jeweils ein eigenes Passwort verlangt, damit bei einem Hack nicht die gesamte Cloud offen ist. Noch ist die Nutzung dieser Möglichkeit freiwillig, ab dem 1. Oktober ist sie für alle verpflichtend.

Rückblick

Unsere Link-Empfehlungen

Was tut sich im Netz? Ausgesuchte Linktipps von ZAPP werden hier täglich frisch serviert. mehr

Abonnieren

Link

Folgen Sie ZAPP bei Twitter.

Jetzt ZAPP bei Twitter folgen und immer auf dem Laufenden bleiben. Dort gibt's aktuelle Tweets rund um die Beiträge und Einblicke in den Redaktionsalltag. extern

RSS-Feed

Automatisch die neueste Ausgabe der Mittagsklicks per RSS. mehr