Stand: 10.04.2017 15:38 Uhr

Google hilft Nutzern Falschmeldungen zu erkennen

Google hat eine neue Maßnahmen gegen Falschmeldungen angekündigt. Denn was die wichtigste Suchmaschine der Welt zu einem Stichwort ausspuckt, muss natürlich nicht zwangsläufig stimmen. Auch Falschmeldungen und Verschwörungstheorien tauchen in den Suchergebnissen auf, wenn nur die Stichwörter passen. Google will deshalb in den Trefferlisten zu aktuellen Themen markieren, welche Fakten schon von Journalisten geprüft wurden.

Diese Faktenchecks kommen zum Beispiel von Zeitungsredaktionen oder anderen Medien, die ihre Rechercheergebnisse online veröffentlicht und im Quelltext der Artikelseiten entsprechend gekennzeichnet haben. In den USA und Großbritannien geht das bereits seit Oktober 2016 - jetzt soll die Funktion weltweit verfügbar sein.

Faktenchecks werden eingereicht, nicht überprüft

Google prüft also nichts selbst, sondern verweist seine Nutzer auf externe Faktenchecks. Damit tatsächlich etwas angezeigt werden kann, muss sich also jemand die Mühe gemacht, haben, das Thema zu untersuchen. Dabei können unterschiedliche Redaktionen beim gleichen Thema dann durchaus auch zu anderen Ergebnissen kommen, wie Google selbst sagt. Die inhaltlichen Vorgaben für die Faktenchecks sind relativ knapp:

Die einzelnen relevanten Behauptungen und Überprüfungen müssen im Text des Artikels leicht erkennbar sein. Leser sollten verstehen, was überprüft wurde und welche Ergebnisse daraus resultieren. Quellen und Vorgehensweisen müssen anhand von Zitaten und Verweisen auf Primärquellen in der Analyse offengelegt werden. Google

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Mit diesem Bild weist Facebook die Nutzer auf seine Tipps zum Erkennen von Falschmeldungen hin.
Facebook: Tipps zum Erkennen von Falschmeldungen im Newsfeed

Auf eine ähnliche Zusammenarbeit mit unabhängigen Medien und Faktencheckern setzt bereits Facebook, auch wenn in Deutschland diese Funktion noch nicht aktiv ist. Das soziale Netzwerk hat außerdem jetzt eine weitere Maßnahme angekündigt. Nutzer in Deutschland und weiteren 13 Ländern sollen - zumindest für einige Tage - direkt oben auf ihrer Newsfeed-Startseite Tipps angezeigt bekommen, wie sie Falschmeldungen besser erkennen können. Diese Hinweise sind auch über die Facebook-Hilfe erreichbar.

1. Lies die Überschriften kritisch.
2. Sieh dir die URL genau an.
3. Überprüfe die Quelle.
4. Achte auf ungewöhnliche Formatierungen.
5. Sie dir die Fotos genauer an.
6. Überprüfe die Datumsangabe.
7. Überprüfe die Quellen.
8. Sieh dir andere Berichte an.
9. Ist die Meldung ein Scherz? Tipps von Facebook

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Netzwelt | 10.04.2017 | 15:38 Uhr

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