NDR Info Nachrichten vom 01.01.2024:

Berlin: Wieder verletzte Polizisten und Festnahmen

Mindestens 15 Polizisten sind bei der Silvesternacht in Berlin verletzt worden. Zudem habe es mehr als 230 vorläufige Festnahmen gegeben, wie die Beamten mitteilten. Immer wieder seien im ganzen Stadtgebiet Polizisten, Feuerwehrleute und andere Menschen mit Pyrotechnik beschossen worden. In Leipzig kam es im linksalternativ geprägten Stadtteil Connewitz zu Angriffen auf die Polizei. Unbekannte warfen Gegenstände auf eine Wache. Zuvor hatten hatten sich den Angaben zufolge mehrere tausend Menschen versammelt und Feuer aus Müll und Baustellabsperrungen entzündet. Bereits in der vergangenen Silvesternacht hatte es bundesweit Ausschreitungen und Attacken auf Polizisten sowie Rettungskräfte gegeben, besonders betroffen war auch damals Berlin. | 01.01.2024 03:05 Uhr

Hochwasser: Lage stabil, aber noch keine Entwarnung

Die Behörden in Niedersachsen melden leicht sinkende Pegelstände in den Hochwassergebieten. Von einer Entwarnung könne aber noch keine Rede sein, hieß es aus mehreren betroffenen Orten. Probleme bereiten vor allem die Deiche, die an vielen Stellen durchgeweicht sind. Einsatzkräfte und freiwillige Helfer sind deshalb rund um die Uhr im Einsatz, um sie zu sichern - auch in der heutigen Silvesternacht. In Oldenburg wurden mehr als 600 Anwohner aufgefordert, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten - ein Deichbruch könne nicht ausgeschlossen werden. Nach Bundeskanzler Scholz gestern will mit Innenministerin Faeser heute ein weiteres Mitglied der Bundesregierung das Hochwassergebiet besuchen. Sie will sich in Hatten-Sandkrug bei Oldenburg über die Lage informieren und mit Einsatzkräften sprechen.| 01.01.2024 03:05 Uhr

Hamas beschießt erneut Israel

Zum Jahreswechsel hat die Terrororganisation Hamas erneut Raketen auf den Süden Israels und die Stadt Tel Aviv abgefeuert. Die Angriffe begannen exakt um Mitternacht, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. In Tel Aviv wurden die Raketen den AFP-Reportern zufolge vom Flugabwehrsystem abgefangen. Viele der Menschen, die sich für Silvesterfeiern auf den Straßen versammelt hatten, versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Das israelische Militär bestätigte den Beschuss, machte zunächst aber keine Angaben zu Opfern und Schäden. | 01.01.2024 03:05 Uhr

Ukraine und Russland beschuldigen sich gegenseitig

Kiew und Moskau haben sich wechselseitig Angriffe am Neujahrsmorgen vorgeworfen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe flog Russland Attacken auf die Regionen Mykolajiw, Odessa und Dnipro. In Odessa sei mindestens ein Mensch getötet worden, hieß es. Gleichzeitig sprach Russland von schwerem Beschuss durch ukrainische Streitkräfte im Zentrum von Donezk. Es gebe vier Tote, schrieb der von Moskau eingesetzte Chef der Region. Die jeweiligen Darstellungen lassen sich unabhängig nicht überprüfen. | 01.01.2024 03:05 Uhr

Belgien übernimmt EU-Ratsvorsitz

Belgien hat mit dem Jahreswechsel den EU-Ratsvorsitz übernommen. Dieser wechselt alle sechs Monate. Regierungsvertreter des Landes werden damit bis Ende Juni die Leitung zahlreicher Ministertreffen übernehmen und sollen bei Streit zwischen den anderen EU-Staaten vermitteln. In den kommenden Wochen müssen so zum Beispiel Fragen zum langfristigen EU-Haushalt und zur Finanzierung weiterer Hilfen für die Ukraine geklärt werden. Die spanische Ratspräsidentschaft war gestern zuende gegangen. | 01.01.2024 03:05 Uhr

Dänische Königin dankt ab

Die dänische Königin Margrethe dankt nach 52 Jahren auf dem Thron ab. Ihr ältester Sohn Frederik werde ihre Nachfolge antreten, teilte die Regentin überraschend in ihrer Neujahrsansprache mit. Seit dem Tod der britischen Königin Elisabeth im September 2022 ist die 83-jährige Königin die dienstälteste Monarchin Europas. In Dänemark liegt die formelle Macht beim Parlament und seiner Regierung. Vom Monarchen wird erwartet, dass er über der Parteipolitik steht und das Land repräsentiert. | 01.01.2024 03:05 Uhr

Linnemann warnt vor Bruch mit Merkel

CDU-Generalsekretär Linnemann hat seine Partei vor einem Bruch mit Altkanzlerin Merkel gewarnt. Linnemann nannte einen solchen Schritt im "Stern" falsch. Merkel gehöre zur CDU wie die anderen vier Bundeskanzler auch. Unter ihr sei das Land gut regiert worden - wenn natürlich auch Fehler gemacht worden seien. Entscheidend sei, dass man daraus lerne, so der Generalsekretär. Merkels Kurs insbesondere in der Migrationspolitik galt als gemäßigt. Der aktuelle CDU-Vorsitzende Merz und mögliche Kanzlerkandidat vertritt in vielen Fragen eine härtere konservative Haltung.| 01.01.2024 03:05 Uhr

Das Wetter

In der Silvesternacht bleibt es länger trocken. Von Westen her einige Schauer. Tiefstwerte 7 bis 3 Grad. Morgen zum Teil dichte Wolken. Von Westen breiten sich Schauer aus. Vereinzelt mit Graupel. Höchstwerte 5 bis 8 Grad. Am Dienstag trockene Phasen. Regen zieht von Südwest nach Nordost. 4 bis 10 Grad. | 01.01.2024 03:05 Uhr