NDR Info Nachrichten vom 04.06.2011:

Merkel wirbt bei Bürgern für Atomausstieg

Berlin: Bundeskanzlerin Merkel hat bei den Bürgern für den geplanten Atomausstieg der schwarz-gelben Koalition geworben. Es gehe um den Strom der Zukunft und um die Frage, wo komme dieser her, sagte Merkel in einer Videobotschaft. Deutschland könne die Energiewende schaffen, wenn die richtigen Investitionen getätigt und die erneuerbaren Energien möglichst bald preisdeckend angeboten werden. Ein zentraler Punkt im Ausstiegsgesetz sei der Ausbau der Stromnetze, so Merkel. Die Windenergie werde eine zentrale Bedeutung einnehmen. Daher müsse künftig viel Strom von Nord nach Süd transportiert werden. Die Spitzen von Union und FDP hatten gestern Abend die Absprachen zwischen Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder über den Zeitplan der Energiewende gebilligt. Danach werden alle noch laufenden Atomkraftwerke bis 2022 schrittweise vom Netz genommen. Die sieben ältesten Meiler und die Anlage in Krümmel, die derzeit abgeschaltet sind, werden sofort stillgelegt.| 04.06.2011 13:00 Uhr

Radioaktivität in Fukushima steigt

Tokio: Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima steigt die radioaktive Strahlung. Nach Angaben des Betreibers wurden im Gehäuse von Reaktor 1 bis zu 4.000 Millisievert pro Stunde gemessen. Das sei die höchste bisher in der Luft gemessene Radioaktivität in dem zerstörten AKW. Aus einer Öffnung im Boden sei Dampf ausgetreten. Der scheint aus dem Druckkessel zu kommen, wo sich Kühlwasser angesammelt haben soll. Würde dort Arbeiter eingesetzt, wären sie innerhalb von vier Minuten der höchsten zulässigen Strahlendosis pro Jahr ausgesetzt.| 04.06.2011 13:00 Uhr

Suche nach Herkunft des EHEC-Erregers

Genf: Die Weltgesundheitsorganisation hat die bisherigen Theorien deutscher Wissenschaftler zur Verbreitung des EHEC-Erregers in Frage gestellt. Italienischen Medienberichten zufolge vertritt ein Experte der WHO die Ansicht, dass das Bakterium eher durch Fleisch als durch Gemüse übertragen wird. Der Erreger sei üblicherweise im Darm von Rindern zu finden und damit auch in rohem Fleisch wie Tartar oder schlecht gebratenen Hamburgern, heißt es. Die Weltgesundheitsorganisation hat bislang EHEC-Fälle in zwölf Ländern registriert. In Deutschland gehen Wissenschaftler inzwischen einer Spur in Lübeck nach. Dort sollen sich in einem Restaurant Mitte Mai 17 Menschen mit dem Erreger angesteckt haben. Die Forscher arbeiten nun die Lieferantenlisten ab, um die Herkunft des Bakteriums einzugrenzen. In ganz Deutschland werden derzeit 19 Todesfälle mit einer EHEC-Infektion in Verbindung gebracht.| 04.06.2011 13:00 Uhr

Bahr gegen Widerspruchslösung zur Organspende

Hamburg: Bundesgesundheitsminister Bahr hat sich dagegen ausgesprochen, in Deutschland die so genannte Widerspruchslösung zur Organspende einzuführen. Bei dieser Regelung gilt jeder als Organspender, solange er nicht ausdrücklich widerspricht. Bahr sagte auf NDR Info, die Lösung setze darauf, dass sich Menschen nicht mit dem Thema beschäftigten und auch aus Faulheit keinen Widerspuch einlegten. Besser sei es, die Spendenbereitschaft durch mehr Aufklärung und Werbung zu erhöhen, betonte der FDP-Politiker. Die Organspende sei letztlich ein Geschenk, für das man sich positiv und selbst entscheiden müsse. Eine zentrale Veranstaltung zum heutigen Tag der Organspende findet heute in Frankfurt am Main statt.| 04.06.2011 13:00 Uhr

Resolution gegen Roma-Abschiebung

Dresden: Der 33. Evangelische Kirchentag hat eine Resolution gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo verabschiedet. Wie die "Aktion Sühnezeichen Friedensdienste" mitteilte, unterzeichneten an den ersten beiden Veranstaltungstagen 3.000 Menschen einen entsprechenden Aufruf. Darin sprechen sich die Unterstützer für ein Bleiberecht von 10.000 langjährig in Deutschland geduldeten Roma aus. Bundeskanzlerin Merkel verteidigte auf dem Kirchentag die Haltung der EU, keine Flüchtlinge aus Tunesien aufzunehmen. Sie sagte, das nordafrikanische Land habe sich gerade aus seiner Diktatur befreit. In solchen Staaten müsse vor Ort geholfen werden, um den Menschen in ihrem Heimatland Perspektiven zu eröffnen. Flüchtlinge aus Krisenländern wie Syrien oder Libyen hingegen müsse die EU aus humanitären Gründen aufnehmen.| 04.06.2011 13:00 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter: Viel Sonnenschein und trocken. Temperaturen um 26 Grad, an der Küste etwas kühler bei 16 bis 20 Grad. Schwacher Wind aus Nord-Nordost. In der kommenden Nacht leicht bewölkt und trocken, Tiefstwerte zwischen 15 bis 10 Grad. Morgen weiterhin sonnig und trocken, im weiteren Tagesverlauf in Südwest- Niedersachsen starke Wolkenbildung mit einigen Schauern und Gewittern möglich, Höchstwerte zwischen 22 und 30 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag stark bewölkt mit teils kräftigen Gewittern, Höchstwerte zwischen 21 und 29 Grad. Am Dienstag ein Wechsel aus sonnigen und wolkigen Abschnitten, dabei vereinzelt regnerisch, Temperaturen bei16 bis 23 Grad.| 04.06.2011 13:00 Uhr