400 Medienfrauen zu Gast in Hamburg

Das "Herbsttreffen der Medienfrauen" beim NDR in Hamburg war ein voller Erfolg - so die Bilanz vom Wochenende. 400 Medienfrauen aus den verschiedenen Berufsgruppen der öffentlich-rechtlichen Sender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz trafen sich vom 24. bis 26. Oktober 2014 am Rothenbaum und in Lokstedt. Podiumsdiskussionen, Workshops und ein offener Austausch trugen zu einer diskussionsfreudigen Atmosphäre bei.

Nicole Schmutte und Tanja Hartmann, die Gleichstellungsbeauftragen im NDR, und ein Team von Helferinnen hatten unter dem Motto "Mut zu mehr" ein umfangreiches und vielfältiges Programm erarbeitet. "Die Resonanz war durch und durch positiv", sagt Projektleiterin Nicole Schmutte, "erfreulich auch, dass diesmal mehr als ein Drittel der Frauen zum ersten Mal dabei waren und davon viele, die zur Generation Y gehören. Das zeigt, dass diese Veranstaltung mit der Zeit geht."

Diskussionen, Workshops und Gremienarbeit

Zum Thema "Umbruch in der Gesellschaft - Neue Rollenbilder" diskutierten am Freitagnachmittag NDR Intendant Lutz Marmor, Jana Schiedek, Gleichstellungssenatorin in Hamburg, die Journalistin Lisa Ortgies, Silke Martini, Gender Consulting und Maximilian von Düring von der "Initiative Männerfürmorgen".

Am Freitagabend hinterließ die ehemalige Justizsenatorin Lore Maria Peschel-Gutzeit einen besonderen Eindruck. In der Diskussion mit Katharina Wolff, der gleichstellungspolitischen Sprecherin der CDU über "Feminismus im Wandel" setzte sie klare Worte: "Kein Mensch, der bei Trost ist, gibt Macht freiwillig ab," sagte sie.

Videos zum 37. Herbsttreffen
05:00 min

Geschichte und Zukunft des Herbsttreffens

26.10.2014 19:30 Uhr
NDR Fernsehen
06:15 min

Am Sonnabend stand die Kleingruppenarbeit im Vordergrund: 25 Workshops gab es zur Auswahl. Die Angebote reichten von "Social Media für Journalisten" über Kommunikationsstrategien und Einblicken in die Gremienarbeit der Rundfunkanstalten bis hin zum Kamera-Workshop.

Gewinner der diesjährigen "Sauren Gurke" ist der SWR-Fernsehdirektor Christoph Hauser für den "WM Club" im Ersten zur Fußball-Weltmeisterschaft. Begründung: "Die Konzeptmacher haben keine Mühen gescheut die Bühne - oder in diesem Fall den schlüpfrigen Steg - für ein Feuerwerk von Machosprüchen zu bereiten." Die "Saure Gurke" ist ein Negativpreis, der seit 1980 im Rahmen des Herbsttreffens für einen frauenfeindlichen, von einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt produzierten Fernsehbeitrag vergeben wird.

Neben der thematischen Arbeit geht es beim Herbsttreffen der Medienfrauen vor allem auch darum, Gleichgesinnte kennenzulernen, sich auszutauschen und Netzwerke zu knüpfen. Das Herbsttreffen der Medienfrauen findet jährlich bei einem anderen Sender statt. Im kommenden Jahr ist Radio Bremen der Gastgeber des 38. Herbstreffens der Medienfrauen.

Die Tweets zum 37. Herbsttreffen der #Medienfrauen in Hamburg

 

Downloads

Appell der Medienfrauen

Die Teilnehmerinnen des 37. Herbsttreffens der Medienfrauen haben folgenenden Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel veröffentlicht. Download (4 KB)