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Eric Friedler wird für "Aghet" mit "Armin T. Wegner Humanitarian Award" in Los Angeles ausgezeichnet

NDR Autor Eric Friedler wird für seinen Dokumentarfilm "Aghet - ein Völkermord" auf dem 13. International ARPA Filmfestival in Hollywood, Los Angeles, am Freitag, 24. September, mit dem "Armin T. Wegner Humanitarian Award" ausgezeichnet. Der renommierte Preis wird jährlich an Filmemacher vergeben, die sich in ihren Werken für soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen. In der Begründung der Jury heißt es: "´Aghet - Ein Völkermord´ setzt in vielerlei Hinsicht neue Standards für die Produktion und Gestaltung von Dokumentarfilmen. In einer einzigartigen Historisierung erwecken zum ersten Mal herausragende und bekannte deutsche Schauspieler die Aussagen von Augenzeugen zum Leben, verwoben mit neu entdeckten Bildern des Genozids und seinen politischen Nachwirkungen. Der Norddeutsche Rundfunk, Regisseur Eric Friedler und Produzentin Katharina Trebitsch gelang die wegweisende künstlerische Leistung einer Dokumentation von Weltklasse." Der Film, der auf dem Festival auch ins Rennen um den besten Dokumentarfilm geht, wird am Abend des 24. Septembers im legendären Egyptian Theater in Hollywood vor 600 geladenen Gästen gezeigt. Das International ARPA Filmfestival gehört zu den bedeutendsten Dokumentarfilmfestivals der USA, zu sehen sind in diesem Jahr Filme aus 30 Nationen.

Darüber hinaus wird "Aghet - Ein Völkermord" in den kommenden Monaten auch an den historischen Fakultäten der Universitäten Harvard, Columbia und Cambridge in Spezialvorführungen vor großem Auditorium vorgeführt. Im Juli war der NDR Dokumentarfilm von Eric Friedler auf Einladung bereits vor Abgeordneten des US-Kongresses in Washington gezeigt worden und auf eine überwältigende Resonanz gestoßen; zudem fand "Aghet" auf dem 34. Montréal World Film Festival breite internationale Beachtung.

Frank Beckmann, NDR Programmdirektor Fernsehen: "Das armenische Wort 'Aghet´ war bisher international unbekannt. Inzwischen steht der Terminus für eines der unvorstellbarsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte, den Völkermord an den Armeniern. Das ist eines der außerordentlichen Verdienste dieser Dokumentation von Eric Friedler, die mit Preisen auf internationalen Festivals Anerkennung findet. Die Qualität ist herausragend, die Machart innovativ: Zu Recht wird der Film nun sogar in so weltbekannten Universitäten wie Harvard oder Cambridge gezeigt."

"Aghet" (armenisch: "die Katastrophe") erzählt von dem Genozid an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs, bei dem bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanisch-Türkischen Reich starben. Dieser Völkermord wird allerdings bis heute von der Türkei als historische Tatsache nicht anerkannt und von der Welt weitgehend ignoriert. "Aghet" beschäftigt sich mit den politischen Motiven für das bis heute andauernde Schweigen. Für den Film wurde der Verlauf des Völkermords aus zahlreichen historischen Quellen rekonstruiert. Ein hochkarätiges Schauspielerensemble - darunter Martina Gedeck, Sylvester Groth, Thomas Heinze, Sandra Hüller, Gottfried John, Burghart Klaußner, Joachim Kròl, Peter Lohmeyer, Ulrich Noethen, Katharina Schüttler, Charlotte Schwab, Thomas Thieme und Ludwig Trepte - verleiht im Film lange verstorbenen Zeitzeugen Stimmen von beklemmender Authentizität. Produzentin war Katharina M. Trebitsch, die Redaktion im NDR hatte Thomas Schreiber. Aktuell ist der Film in Deutschland für den Deutschen Fernsehpreis und den Norddeutschen Filmpreis nominiert.

23. September 2010/IB

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