Stand: 08.03.2010 10:39 Uhr

"Die Reportage: Achtung, Schlagloch! Die Folgen des Eiswinters"

Start: Mittwoch, 10. März, 22.35 Uhr, NDR Fernsehen

Der Jahrhundertwinter hat seine Spuren auf den Straßen Norddeutschlands hinterlassen: Schlaglöcher machen aus den Fahrbahnen wahre Buckelpisten - mit katastrophalen Folgen. Der Automobilclub Europa schätzt, dass von den rund 400.000 Straßenkilometern des kommunalen Netzes bis zu 65.000 Kilometer mit Schlaglöchern übersät sind. Flicken reicht da längst nicht mehr. Doch woher soll das Geld kommen und helfen die ersten Maßnahmen? Die Autoren Anke Hunold und Norbert Lübbers haben sich in ihrem Film "Die Reportage: Achtung, Schlagloch! Die Folgen des Eiswinters", zu sehen am Mittwoch, 10. März, um 22.35 Uhr im NDR Fernsehen, diese Fragen gestellt.

Sie begleiten Manfred Maertzke vom Europäischen Automobilclub, sind unterwegs mit den Männern einer Straßenbaufirma, die bei nasskaltem Wetter die größten Löcher nur provisorisch stopfen können, treffen erste Opfer der Straßenmisere und begleiten sie beim Gang durch die Bürokratie: Gibt es tatsächlich die versprochene Entschädigung für die gebrochene Achse?

In Lübeck besuchen die Autoren Anwohner einer Straße, die mehr als eine Woche gesperrt war. Vor allem die Geschäftsleute sind empört, denn die Umsatzausfälle ersetzt ihnen niemand. Und schon jetzt ist deutlich: Die Reparaturarbeiten sind nicht mehr als Flickwerk, der eilig verarbeitete Asphalt bricht bereits jetzt aus den Löchern. Auch in manchen Dörfern auf dem Land sind die Straße in einem katastrophalen Zustand: Gudrun Meier und Ilse Bühring wohnen in den niedersächsischen Gemeinden rund um Burgdorf. Täglich müssen sich die beiden Bäuerinnen im Slalomfahren üben. Nicht immer geht das gut aus. Steinschläge, kleine Schrammen und Stress hinterm Steuer sind die Folgen. Deshalb haben sich die beiden mit ihren Freundinnen entschlossen, im ADAC Fahrsicherheitszentrum "Hannover Messe" ein praktisches Schlagloch-Fahrtraining zu absolvieren. Wie nähere ich mich dem Schlagloch? Und wann hilft nur noch die Vollbremsung?

Auch die Autobahnen im Norden sind nicht vor Schlaglöchern geschützt. Gerhard Nelke arbeitet für die Autobahnmeisterei Hittfeld an der A1. Er muss täglich Sperrungen zwischen Hamburg und Bremen koordinieren. Seine Bautrupps reparieren im Akkord. Sie machen den gefährlichsten Job auf Norddeutschlands Straßen. Doch von Dankbarkeit der Verkehrsteilnehmer spüren die Männer wenig. Immer wieder hupen genervte Autofahrer und rauschen gefährlich nah an ihnen vorbei.



8. März 2010/RP

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