Stand: 22.09.2017 17:21 Uhr  | Archiv

NDR Rundfunkrat stellt Jahresabschluss 2016 fest

Die Jahresabrechnung des NDR für das Jahr 2016 weist bei einem gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Haushaltsvolumen von rund 1,1 Milliarden Euro als handelsrechtliches Ergebnis einen Überschuss von 48,3 Millionen Euro aus. Davon standen dem NDR jedoch Beitragsmehrerträge von 26,0 Millionen Euro nicht zur Verfügung: Sie waren getrennt vom übrigen Vermögen des NDR als Beitragsrücklage anzulegen und können ab 2017 zur Deckung der Aufwendungen verwendet werden. Der NDR Rundfunkrat hat der Jahresabrechnung am Freitag, 22. September, in Hamburg zugestimmt.

Das Jahresergebnis wird in erheblichem Maße von der bilanziellen Bewertung der Rückstellungen für die Altersversorgung beeinflusst. Der Gesetzgeber hatte im Februar 2016 die handelsrechtlichen Vorgaben für die Bewertung der Altersversorgungsrückstellungen angepasst und das Berechnungsverfahren für den von der Bundesbank vorgegebenen Diskontierungssatz geändert. In Folge dessen konnte der NDR als positiven Einmaleffekt seine Rückstellungen reduzieren, was sich positiv auf das handelsrechtliche Ergebnis und das Eigenkapital ausgewirkt hat. In den nächsten Jahren werden entsprechende Effekte das handelsrechtliche Ergebnis negativ beeinflussen.

Die Beitragsperiode 2013 bis 2016 schließt der NDR mit einem positiven Ergebnis von 42,4 Millionen Euro ab. Dieser Überschuss wird benötigt, um die Beitragsperiode 2017 bis 2020 finanziell ausgleichen zu können.

Dr. Günter Hörmann, Vorsitzender des NDR Rundfunkrats: „Mit der Jahresabrechnung 2016 legt der NDR einen soliden Grundstein für die laufende Beitragsperiode. Seinem Publikum konnte er trotz der Einsparungen ein anspruchsvolles und erfolgreiches Programm anbieten. Wir werden den NDR bei diesem Weg weiter unterstützen.“

Lutz Marmor, NDR Intendant: „Das gute handelsrechtliche Ergebnis ist durch einen einmaligen Bilanzierungseffekt verursacht. Aber auch unabhängig davon haben wir die letzte Beitragsperiode durch mehrere Sparpakete mit einem leichten Überschuss abgeschlossen. Der Rundfunkbeitrag wird für weitere dreieinhalb Jahre stabil bleiben. Unseren Kurs verfolgen wir in den kommenden Jahren weiter: konsequent sparen – aber weiterhin gute Programme für unser Publikum bieten.“

Durch den Anfang 2013 eingeführten geräteunabhängigen Rundfunkbeitrag konnte die jahrelange Erosion der Beitragseinnahmen aufgehalten werden. Die Mehrerträge brachten dem NDR in der abgeschlossenen Beitragsperiode jedoch keinen Vorteil, weil die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (KEF) mit ihrem 19. Bericht eine Obergrenze für die Beitragserträge festgelegt hatte. Beitragseinnahmen, die über diese Obergrenze hinausgingen, mussten einer Rücklage zugeführt werden, über die die Rundfunkanstalten ab 2017 verfügen können.

22. September 2017

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