Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,

Wenn es nach Facebook geht, sollen sich die Nutzer in Gruppen austauschen. Doch in manchen dieser Gruppen kursieren rechte und rechtsextreme Ideologien, Holocaust-Leugnungen oder Morddrohungen. Für das Projekt #Hassmaschine haben Reporterinnen und Reporter des BR, NDR und WDR 138 überwiegend geschlossene rechte Facebook-Gruppen ausgewertet. Darin: 2,6 Millionen Posts und Kommentare aus den Jahren 2010 bis Ende 2019. Das Problem der rechten Hassrede auf Facebook ist alles andere als neu, seit Jahren steht das Unternehmen deswegen in der Kritik.

Unerhörte Recherche: Berichte über die Fleischindustrie

Werkverträge, miese Hygiene, enge Unterkünfte - lange vor Corona und Tönnies haben Journalisten über unhaltbare Zustände in der Fleischbranche berichtet. Konsequenzen: Fehlanzeige. "Egal welche Zustände man beschreibt, und obwohl der Großteil der Bevölkerung mittlerweile hinter einem steht - es ist schon frustrierend, dass sich da nichts tut", so Michaela Schießl vom "Spiegel".

Unverhohlene Drohung: Seehofer und die "taz"

In der "taz" ging es hoch her: Auf die polizeikritische Kolumne einer Autor*in reagiete die Zeitung selbst mit mehreren Texten, teils verteidigend, teils distanzierend. Bereits kurz nach Erscheinen der Kolumne hatten die beiden größten Polizeigewerkschaften Strafanzeigen erstattet. Und am vergangenen Sonntagabend hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer via "Bild" angekündigt: Auch er werde die Kolumnistin anzeigen. Dafür steht er jetzt selbst im Kreuzfeuer. "Man kann nicht am Sonntag in Sonntagsreden von der Pressefreiheit reden und dann am Montag, Dienstag, Mittwoch mit Anzeigen drohen", so Heribert Prantl von der "Süddeutschen Zeitung". Der Innenminister sieht nun übrigens von einer Anzeige gegen die "taz"-Kolumnist*in ab.

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ZAPP: Hass auf Facebook, Hotspot Schlachthof
Endloser Hass: Facebooks private Gruppen; Unerhört: Berichte über die Fleischindustrie; Überwacht: Journalismus in Kolumbien; Unverhohlene Drohung: Seehofer und die "taz"; PR für Urlaubsland Türkei
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Unverhohlene Drohung: Seehofer und die "taz"
Viel Kritik hat die polizeikritische Kolumne einer "taz"-Autor*in geerntet. Bundesinnenminister Seehofer denkt über eine Anzeige nach - und steht dafür jetzt selbst im Kreuzfeuer.
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Endloser Hass: Facebooks private Gruppen
Seit Jahren steht Facebook in der Kritik, weil es zu wenig gegen rechte Hetze unternimmt. Eine neue Datenrecherche zeigt, dass in geschlossenen Gruppen weiter Hassrede verbreitet wird.
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Unerhört: Berichte über die Fleischindustrie
Werkverträge, miese Hygiene, enge Unterkünfte - lange vor Corona und Tönnies haben Journalisten über unhaltbare Zustände in der Fleischbranche berichtet. Konsequenzen: Fehlanzeige.
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Überwacht: Journalismus in Kolumbien
Soldaten in Kolumbien haben mindestens 30 Journalisten fast ein Jahr überwacht. Das Magazin "Semana" belastet die Armee schwer, das Verteidigungsministerium spricht von Einzelfällen.
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Durchgezappt: Trump vs. TikTok
Statt tobenden Massen leere Ränge - so hatte sich Donald Trump seinen Wahlkampfauftritt nicht vorgestellt. Ob TikTok da den Takt vorgegeben hat? Und Langhans ist jetzt Apo-Opa!
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Umworbene Journalisten: PR für Urlaubsland Türkei
Die Türkei ist ein beliebtes Reiseziel, gilt jedoch weiterhin als Corona-Risikogebiet. Um Urlauber zu locken, hat das türkische Tourismusministerium eine Pressekampagne gestartet.
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